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Mobilität

In Lübeck ist der motorisierte Verkehr eine Hauptquelle für Treibhausgasemissionen: Etwa 550 Kilotonnen CO2 werden dadurch jährlich im Stadtgebiet freigesetzt. Darüber hinaus verursacht er Lärm, Schadstoffe und verbraucht wertvolle Fläche. Auf dem Weg zur klimafreundlichen Kommune muss es gelingen, die Mobilität weitgehend auf klimafreundliche Verkehrsmittel zu verlagern: wie zum Beispiel auf das Fahrrad, den Bus oder die eigenen Füße.

Um attraktiver für RadfahrerInnen und FußgängerInnen zu werden, muss der öffentliche Raum neu verteilt und mehr Platz für umweltfreundliche Fortbewegungsarten zur Verfügung gestellt werden. Weitere Hebel für die Mobilitätswende sind zum Beispiel eine qualitativ hochwertige Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr, ein eng getaktetes Busnetz mit attraktiven Preisen und gute Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Erst dann können alle Wege in der Stadt sicher, zügig und komfortabel ohne eigenes Auto zurückgelegt werden.

 

Wo steht Lübeck - Maßnahmen zur klimafreundlichen Mobilität

  • Kampagnen zum Fahrradfahren:„Stadtradeln“ (seit 2012) und „Lübeck fährt Rad“ (seit 2017) initiiert vom Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz und der Verkehrsplanung der Hansestadt Lübeck
  • Plakatkampagne zum Fahrradfahren (seit 2016)
  • Betriebliches Mobilitätskonzept im Verwaltungszentrum Mühlentor (2016), z.B. Anschaffung E-Autos und E-Bikes, Carsharing
  • Veranstaltungsangebot zu betrieblichem Mobilitätsmanagement für Unternehmen (2017)
  • NAH.SH.-Firmenabos für Beschäftigte der Stadtverwaltung (seit 2014)
  • Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge, z.B. Kehrmaschinen
  • Verkehrsentwicklungskonzepte für Lübeck und Travemünde im Rahmen der Flächennutzungsplanung
  • Rahmenplan für die Innenstadt mit Mobilitätskonzept im Rahmen von Lübeck überMORGEN
  • Machbarkeitsstudie für Radschnellwege
  • Einführung von Elektrobussen durch den Stadtverkehr (seit 2011, bis 2030 > 70%), dazu sind die bestehenden Diesel-Fahrzeuge bereits zu einem hohen Anteil auf Euro-6-Standard
  • CO2-freundliche Straßenbauweise im DSK-Verfahren
  • Angebote LÜMO und zukünftig Kooperation mit VOI (E-Tretroller-Verleihsystem) als Ergänzung zum ÖPNV-Angebot des Stadtverkehrs

 

 

Was kann Lübeck - Planung und Weiterentwicklung von Maßnahmen

 

Die Kommune als Verbraucher und Vorbild

  • Dienstfahrräder (auch Lastenräder) anbieten und Abstellmöglichkeiten schaffen
  • Fachbereichsübergreifendes Mobilitätsmanagement
  • Beschaffung von Fahrzeugen mit umweltfreundlichem Antrieb (emissionsarmer Fuhrpark)
  • Mitarbeiterschulung Fahrverhalten
  • Fahrgemeinschaften bei Dienstterminen verlangen
  • Zusammenarbeit mit Carsharing
  • ÖPNV-Nutzung der MitarbeiterInnen fördern

 

 

Die Kommune als Planer und Berater

  • Neuaufteilung des Straßenraums: Fahrbahnen und Parkplätze für den Radverkehr
  • Qualität des Radwegenetzes verbessern
  • Fahrradfreundliche Ampelschaltungen
  • Fahrradparkhaus
  • Mehr Fahrradabstellmöglichkeiten schaffen
  • Kampagnen zur Fahrradförderung
  • Fußwegenetz Qualität verbessern
  • Verkehrsberuhigung (Fußgängerbereiche, Tempo 30, Durchfahrtsbeschränkungen)
  • Busspuren und Vorzugsampelschaltungen einrichten
  • Umweltspuren (Bus&Rad)
  • Carsharing in Baugebieten vorsehen
  • Lieferverkehr-Konzept Innenstadt

 

 

Die Kommune als Versorger und Anbieter (Eigenbetriebe und Beteiligungen)

  • Busnetz erweitern und Taktung erhöhen
  • Attraktive Preise für den Nahverkehr
  • Guter Winterdienst für den Radverkehr
  • Verleihsystem (Lasten)Fahrräder für die (Innen)Stadt anbieten
  • Rad-Mitnahme im Bus verbessern
  • Schulbusse einsetzen und Radabstellmöglichkeiten an Schulen optimieren
  • Intermodalität fördern (Bahn, Bus, Fahrrad)
  • Stadt-City-Logistik
  • Reduzierung der Emissionen im Hafenbetrieb (z. B. Landstromanschluss)

 

 

Übersicht

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