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Soziales & Alter

Projekte und Netzwerke zu verschiedenen Lebenslagen

Noch immer ist nicht allen Frauen der Aufbau einer ausreichenden sozialen Sicherung möglich. Daher arbeiten wir in Lübecker Projekten und Netzwerken rund um verschiedene Lebenslagen, Querschnitts- und soziale Themen wie Seniorinnen, Armut, Erwerbslosigkeit oder Migrantinnen mit.

Konkret arbeiten wir mit an folgenden Arbeitskreisen, Projekten bzw. Konzepten:

 

Kostenlose Verhütungsmittel für Lübeckerinnen mit wenig Geld

Einwohnerinnen der Hansestadt Lübeck mit wenig Geld können rezeptpflichtige Verhütungsmittel wie z. B. Pille, Spirale, Implanon oder Dreimonatsspritze kostenfrei erhalten, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

  • Mindestalter 22 Jahre* (davor werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen) und
  • wohnhaft in Lübeck
  • ärztliches Rezept oder Kostenvoranschlag
  • Erhalt von staatlichen Leistungen (Jobcenterleistungen, Sozialhilfe, Kinderzuschlag, BAFöG, Berufsausbildungsbeihilfe, Wohngeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) oder
  • Einkommen, das unter einer bestimmten Grenze liegt.

Detaillierte Informationen dazu finden Sie in unserem Flyer.

Die Anträge auf Kostenübernahme können bei einer der fünf Schwangerenberatungsstellen in Lübeck gestellt werden.
Das Angebot der Kostenübernahme wird finanziert von: Hansestadt Lübeck.

 

 

AK Soziales

Im AK Soziales tauschen sich verschiedene Beratungsstellen in Lübeck untereinander aus, vom Mieterbund über die Schwangerenberatung bis zum Frauenbüro. Themen sind Veränderungen im sozialen Bereich, Wohnen (Kosten der Unterkunft, Mietspiegel), Schulden (z.B. Umgang mit Stromschulden), Arbeitslosengeld II und vieles mehr. Die Mitglieder des Arbeitskreises versuchen die Erfahrungen aus der Beratungsarbeit auf die strukturelle Ebene zu transportieren, z.B. über Gespräche mit Verantwortlichen der Stadtwerke, des Jobcenters oder der Hansestadt Lübeck und bei Bedarf auf verbindliche Absprachen und Vereinbarungen mit und zwischen verschiedenen lokalen Akteur:innen hinzuwirken.

 

 

Armutskonferenz

Seit 2007 werden in Lübeck von einem breiten Zusammenschluss von Verbänden Armutskonferenzen durchgeführt. Diese widmen sich in jedem Jahr einer anderen Zielgruppe bzw. einem anderen Thema. Mal stehen Jugendliche im Fokus, dann SeniorInnen oder Alleinerziehende, ein anderes Mal ist das Thema Gesundheit. Das Frauenbüro ist an der Vorbereitung der Konferenzen beteiligt und bringt geschlechtsspezifische Armutsrisiken und Sichtweisen ein.

Diskussionspapier „Die Zu­kunft - ei­ne so­zia­le Stadt Lü­beck“ (2021)

Bereits seit vielen Jahren wird in Lübeck „Armut“ thematisiert. Verschiedene, vereinzelte Lösungsansätze wurden und werden diskutiert und z.T. auch angegangen.

Für eine effektive Armutsbekämpfung braucht es ein integriertes Gesamtkonzept, um der unbestritten vorhandenen Armut in Stadtteilen und Quartieren, in denen die Betroffenen leben und arbeiten, nachhaltig zu begegnen.

Mit dem Diskussionspapier (Stand 2021) machen die Autor:innen Vorschläge für einen gemeinsamen Weg der Armutsbekämpfung in Lübeck. In einzelnen Kapiteln wird darin auch nochmal auf die Armut von Kindern, Frauen, im Alter, Armut und Beschäftigung im Quartier, eingegangen. Herausgeber:innen und Autor:innen: Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein gGmbH und AWO Lübeck - Renate Prüß; Caritas Lübeck, Dorothee Martini, Regionalleitung; Der Paritätische Schleswig-Holstein, Detlev Wulff, Kreisvertreter Lübeck; Deutscher Gewerkschaftsbund Lübeck, Juliane Hoffmann, Regionsgeschäftsführerin; Forum für Migrantinnen und Migranten Lübeck, Inga Gottschalk; Gemeindediakonie Lübeck, Fred Mente, Geschäftsführer;  Kirchlicher Dienst in der Arbeit, Rüdiger Schmidt, Regionsverantwortlicher Lübeck; Vorwerker Diakonie gGmbH, Dörte Eitel, Geschäftsführerin.

LINK zum Papier

 

 

Leben und Wohnen im Alter

Mit dem Konzept Leben und Wohnen im Alter ist das Anliegen verbunden, gute Voraussetzungen für ältere Menschen zu schaffen, damit sie möglichst lange in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können. Am besten sogar in der eigenen Wohnung. Viele Lebensbereiche müssen dafür abgestimmt werden. Sei es die Erreichbarkeit, öffentliche Verkehrsmittel, Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie nicht zuletzt die soziale Komponente: der Kontakt und die Kommunikation zu und mit anderen Menschen. Hierfür müssen die persönlichen Problemlagen, Bedürfnisse und Erwartungen aller berücksichtigt werden. Ziel ist ein selbstbestimmtes und mitverantwortliches Leben im Alter.

Das Konzept wurde im Auftrag der Politik vom Bereich Soziale Sicherung gemeinsam mit Vertretungen der Wohlfahrtsverbände, der Wohnungswirtschaft, der Politik, dem Beirat für Senior:innen und anderen erarbeitet. Im Jahr 2008 wurde der Bericht von der Bürgerschaft zur Kenntnis genommen. Seitdem wird das Konzept ständig weiterentwickelt und schrittweise umgesetzt. So sind zum Beispiel die Wohnberatung „Wohnen im Alter“ und das Projekt „Präventive Hausbesuche in Moisling“ entstanden.

Weitergehende Informationen unter: https://www.luebeck.de/de/rathaus/verwaltung/soziale-sicherung/aelter-werden-in-luebeck.html

 

 

Forum für Migrant:innen

Wir beteiligen uns am Forum für MigrantInnen in Lübeck.

 

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