Sonne nutzen. Lübeck stärken.

Solarpotenziale erkennen, Beratung nutzen und Projekte sicher umsetzen – für Dächer, Parkplätze und denkmalgeschützte Gebäude

Solarenergie bietet Privatpersonen ebenso wie Unternehmen eine attraktive Möglichkeit, zum Klimaschutz beizutragen, Energiekosten zu senken und die eigene Energieversorgung zukunftssicher aufzustellen. Die Hansestadt Lübeck hat sich nicht nur selbst ambitionierte Ziele gesetzt, sondern unterstützt auch Ihr Engagement für die Energiewende. Darüber hinaus stehen Ihnen die Verbraucherzentrale und die ehrenamtliche Bürgersolarberatung für verlässliche Informationen und praktische Ratschläge zur Verfügung.

Lübecks Solarkataster – Ihr erster Schritt zur Solaranlage

Das digitale Solarkataster der Hansestadt Lübeck ist ein innovatives Werkzeug, das Ihnen zeigt, ob Ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist. Mit wenigen Klicks können Sie die Größe, Ausrichtung und Verschattung Ihrer Dachfläche prüfen. Außerdem gibt Ihnen ein integrierter Wirtschaftlichkeitsrechner eine erste Einschätzung dazu, wie schnell sich die Anlage rechnet – basierend auf aktuellen Preisen und Einspeisevergütungen.

Neu dazugekommen ist 2024 die Solardachbörse, auf der Sie Solardächer zur Pacht anbieten und finden können (direkt im Solarkataster auf der linken Seite). 

Das im Video angesprochene Gründachpotentialkataster finden Sie übrigens hier.

Beratungsangebote der Verbraucherzentrale – Anbieterunabhängig und individuell

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet umfassende Informationen rund um Photovoltaik. Ob telefonisch, online oder vor Ort – die Experten der Verbraucherzentrale stehen Ihnen mit ihrem Fachwissen zur Verfügung. Die Beratung ist anbieterunabhängig und auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten.

Hier geht es zur kostenlosen Energieberatung.

Bürgersolarberatung – Gemeinsam Lösungen finden

Die Bürgersolarberatung in Lübeck ist eine ehrenamtliche Initiative, die Sie individuell bei Fragen rund um Photovoltaik unterstützt. Die Mitglieder helfen Ihnen dabei, Hindernisse auf dem Weg zur eigenen Solaranlage zu überwinden und bieten praktische Tipps zur Umsetzung. Schulungen und Unterstützungsangebote ermöglichen auch Neueinsteiger:innen, Teil dieser Gemeinschaft zu werden. Sie erreichen die Beratung unter: luebeck@buergersolarberatung.de

Berechnungstool: Lohnt sich Photovoltaik auf Ihrem Parkplatz?

Photovoltaik-Anlagen auf Parkplätzen bieten Unternehmen die Möglichkeit, große versiegelte Flächen doppelt zu nutzen – zur Stromerzeugung und als Grundlage für eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur. Gerade bei hohem Eigenverbrauch oder kombiniert mit Elektromobilität kann Parkplatz-PV wirtschaftlich attraktiv sein.

Mit dem kostenfreien Berechnungstool für Parkplatz-PV erhalten Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Das Tool ermöglicht sowohl eine schnelle Ersteinschätzung mit wenigen Eingaben auf Basis gängiger Standardwerte als auch eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse. Dabei können vorliegende Angebote, individuelle Stromverbräuche oder Ladebedarfe einbezogen werden.

Entwickelt wurde das Tool von Friedrich Böck, Justus Sotek und Ben Seidel von der Technischen Hochschule Lübeck. Die Klimaleitstelle der Hansestadt Lübeck hat das Tool geprüft, fachlich überarbeitet und für die Anwendung in der Praxis weiterentwickelt.

Berechnungstool Parkplatz-PV

Anleitung zum Tool

Lübecks Solarleitfaden – Orientierung für gute Gestaltung

Mit dem 2025 entwickelten Solarleitfaden stellt Ihnen die Hansestadt Lübeck eine praxisnahe Orientierungshilfe für den Ausbau von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen zur Verfügung. Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien zu unterstützen – gerade in denkmalgeschützten und stadtbildprägenden Bereichen.

Solarleitfaden (PDF)

Weitere Infos:
Checkliste Solaranlagen und Dachbegrünungen am Denkmal

 

Solar-Ausbauziele der Hansestadt Lübeck

Im Mai 2025 hat sich die Hansestadt Lübeck ambitionierte Ziele für den Ausbau der Photovoltaik gesetzt (Vorlage und geänderter Beschluss). Spätestens im Jahr 2040 sollen auf dem Stadtgebiet jährlich 800 Gigawattstunden Solarstrom erzeugt werden – das sind 800 Millionen Kilowattstunden!  Als wichtige Etappen auf diesem Weg sind 400 Gigawattstunden bis 2030 und 600 Gigawattstunden bis 2035 vorgesehen. Die erzeugte Solarenergie soll zu gleichen Teilen von Dächern und von Freiflächen stammen. Damit setzt Lübeck den Masterplan Klimaschutz um und leistet einen angemessenen Beitrag zu den Zielen der Energiewende.

Darüber hinaus bringt der Fokus auf Photovoltaik auch Vorteile für die Stadtgesellschaft und die lokale Wirtschaft. Dachanlagen gelten als besonders verträglich und sollen konsequent genutzt werden – von Wohnhäusern bis zu großen Gewerbedächern. Ergänzend ermöglichen Freiflächenanlagen einen schnellen und wirtschaftlichen Ausbau, ohne neue Verpflichtungen für Bürger:innen zu schaffen. Insgesamt kann die Umsetzung der Ziele die jährlichen Treibhausgasemissionen deutlich senken, regionale Wertschöpfung erhöhen und langfristig stabile Einnahmen für die Stadt generieren. Die Solarziele bilden damit einen verlässlichen Rahmen, an dem sich private Haushalte, Unternehmen und städtische Akteure orientieren können.

 

 

Solaranlage mit Gründach kombinieren?

natürliche Klimaanlagen: Sie senken die Umgebungstemperatur, fördern die Biodiversität und verbessern das Stadtklima. Gleichzeitig steigern sie die Effizienz von Photovoltaikanlagen, da die Pflanzen durch Verdunstung die Module kühlen. Dies kann den Stromertrag um bis zu 5 % erhöhen und die Lebensdauer der Solarmodule verlängern.

Die Stadt Lübeck unterstützt Bürger:innen mit dem Gründachpotentialkataster und einem Förderprogramm, bei dem es einen Extrazuschlag für Photovoltaik gibt.

 

 

Baurechtliche Hinweise

Gemäß der Landesbauordnung Schleswig-Holstein gilt für Solaranlagen (außer an oder in der Umgebung von Kulturdenkmalen) Verfahrensfreiheit § 61 (1) Nr. 3. Befindet sich Ihr Haus in einem Gebiet mit Erhaltungssatzung (rechtsgültig bzw. in Aufstellung), bedarf es einer Einzelfallprüfung durch die zuständige Behörde. Die Satzungen dienen der Bewahrung der UNESCO-Welterbestätte „Lübecker Altstadt“, deren Pufferzonen und der Erhaltung der städtebaulichen Eigenart bedeutsamer Quartiere. Möglicherweise greift auch der Denkmalschutz. Falls Ihr Gebäude dazugehört, erhalten Sie beim Starten des Wirtschaftlichkeitsrechners einen Hinweis.

Um den Gebietscharakter zu bewahren, werden bauliche Veränderungen in Gebieten mit Erhaltungssatzung einer Bewertung hinsichtlich ihres behutsamen Einfügens in das geschützte Gebiet unterzogen. Das gilt insbesondere für die Altstadtinsel, denn die ungestörte Dachlandschaft ist eines der prägendsten Merkmale des Welterbes und darf nicht beeinträchtigt werden. Die Bewertung wird von der Lübecker Stadtbildpflege (E-Mail: Stadtbildpflege@luebeck.de) bzw. der Denkmalpflege (E-Mail: Denkmalpflege@luebeck.de) durchgeführt.

Weitere Hinweise zu Solaranlagen sind in § 32 Landesbauordnung zu finden.
Informationen zu den stadtgestalterischen Satzungen in Lübeck finden Sie hier.

 

 

Grenzen des Solarpotentialkatasters

Das Solarpotenzialkataster ersetzt keine individuelle Beratung durch Expert:innen, die für die konkrete Planung einer Anlage unbedingt zurate gezogen werden sollten! Denn die Erstellung des Katasters basiert auf der automatisierten Auswertung von Geodaten und dabei wird nicht alles „gesehen“. So ist die Statik eines Daches im Kataster nicht berücksichtigt, ein wichtiges Merkmal Ihres Daches. Darüber hinaus können zum Beispiel in die Dachhaut integrierte Fenster nicht erkannt werden. Auch das Umfeld ist wichtig: Zwar erfasst der Laserscanner auch Schatten spendende Bäume, diese wachsen allerdings weiter und könnten Teile des Daches zukünftig verschatten.

Auch die Wirtschaftlichkeit kann je nach Komplexität des Gebäudes besser oder schlechter ausfallen. Oft sind große Anlagen gemessen am Stromertrag günstiger, da Fixkosten wie Gerüstbau und Elektrotechnik dann weniger ins Gewicht fallen.

 

 

Widerspruchsmöglichkeit Solarpotentialkataster

Sie sind Hausbesitzer:in und möchten nicht, dass Ihre Dachfläche angezeigt wird? Dann kontaktieren Sie uns per E-Mail an klimaleitstelle@luebeck.de.

 

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