Veröffentlicht am 01.04.2026

Restaurierung des Maria Magdalenen-Retabels

Monatliche Themenführungen zur Restaurierung im St. Annen-Museum ab 30. April 2026

Blick ins Innere der Lübecker Welterbes: Das St. Annen-Museum.

Das Maria-Magdalenen-Retabel gehört zu den wichtigsten Schnitzretabeln der Sammlung des Lübecker St. Annen-Museums. 1519 wurde es von der Bruderschaft der Schneidergesellen für die Burgkirche gestiftet. Nachdem letztes Jahr zwei lange verschollen geglaubte Gemäldetafeln des Retabels angekauft werden konnten, wird das Objekt seit der vergangenen Woche umfangreich restauriert. Ein Team von Restaurator:innen wird sich die kommenden zwei bis drei Monate intensiv um die Malereien und den Schnitzarbeiten des Retabels kümmern. Während der Restaurierung wird das Objekt unter anderem gereinigt und es werden nach und nach Skulpturen aus dem Schrein entnommen. Ein großer Teil der Arbeiten findet direkt vor Ort im Remter des St. Annen-Museums während der Öffnungszeiten des Museums statt. So können die Besucher:innen hautnah erleben, aus wie vielen unterschiedlichen Teilen ein spätmittelalterliches Schnitzretabel besteht. Aufgrund der Arbeiten wird das Maria Magdalenen-Retabel in dieser Zeit nicht vollständig sichtbar sein.

Die aktuellen Maßnahmen nimmt das Team des St. Annen-Museums zum Anlass, spezielle Themenführungen zur Restaurierung anzubieten. Zu mehreren Terminen erläutert die Kuratorin der mittelalterlichen Sammlung des Hauses Anna Lena Frank die kunsthistorische Hintergründe, während die Restaurator:innen vor Ort Einblicke in ihre Arbeit am Retabel geben.

Die Termine finden am 30. April, 28. Mai, 11. Juni und 9. Juli jeweils um 15.30 Uhr statt. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos; es ist lediglich der reguläre Museumseintritt zu entrichten.

Die Restaurierung des Maria Magdalenen-Retabels wird durch die großzügige Förderung der Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht.

Weitere Informationen unter https://st-annen-museum.de/ +++

Quelle: Die Lübecker Museen