Die kommunale Wärmeplanung im Smart-City-Portal
Die Karte zum räumlichen Konzept des kommunalen Wärmeplans zeigt, welche Gebiete der Stadt sich für den Ausbau von Wärmenetzen aus technischer Sicht eignen und für welche Gebiete dezentrale Lösungen sinnvoller erscheinen.
Die unten beschriebenen Geodaten werden auf dem Smart-City-Portal der Stadtverwaltung dargestellt. In der linken Spalte finden Sie die Themenübersicht, die Sie einzeln oder gemeinsam aktivieren und deaktivieren können. Eine Legende finden Sie weiter unten auf der Seite.
Legende (Begriffserklärung zur Karte)
Fernwärmenetz der Stadtwerke Lübeck: Die Stadtwerke Lübeck Energie betreiben im Lübecker Stadtgebiet mehrere Wärmenetze. Im Rahmen der Wärmewende werden diese Netze erweitert und verdichtet. Ein Teil der Netze wird miteinander verbunden, um einen schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energien zu ermöglichen. Wenn Sie in einem Gebiet mit einem Bestandsnetz wohnen und bereits an die Fernwärme angeschlossen sind, müssen Sie nichts weiter tun. Die Stadtwerke sind gesetzlich verpflichtet, Sie gemäß den gesetzlichen Fristen mit Wärme aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Wenn Sie sich an das Fernwärmenetz anschließen möchten, können Sie auf der Website der Stadtwerke, einen Antrag dafür Stellen.
Stand: Juni 2026
Prüfgebiete Fernwärmeversorgung: In Gebieten mit einer hohen Bebauungsdichte kann die Fernwärmeversorgung für viele Haushalte die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung sein. Ob diese Gebiete tatsächlich durch die Stadtwerke erschlossen werden, wird im Rahmen von Machbarkeitsstudien und Transformationsplänen näher geprüft
Stand: Juni 2026
Prüfgebiete (Mininetze): In Gebieten, in denen die Prüfung bereits ergeben hat, dass ein Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadtwerke aus wirtschaftlichen oder praktischen Gründen nicht sinnvoll ist, steht die Hansestadt als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie sind sich nicht sicher, wie Sie sich zukünftig mit Wärme versorgen können? Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail an: waermewende@luebeck.de
Stand: Juni 2026
Dezentrale Versorgung: In Gebieten mit einer geringen Bebauungsdichte (zum Beispiel in Einfamilienhausgebieten) ist die Wärmepumpe meist die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung. In diesen Gebieten wird keine Wärmeversorgung mit Fernwärme geplant.
Wärmeverbrauch im Gebäudeblock: Diese Darstellung zeigt den Wärmeenergieverbrauch des jeweiligen Gebäudeblocks als Summe der Einzelverbräuche der Gebäude. Je höher der Verbrauch ist, je attraktiver ist aus technischer Sicht eine zentrale Energieversorgung.
Sanierungspotenzial des Gebäudebestands: Das Sanierungspotenzial zeigt, wie viel Wärmeenergie im Gebäudebestand durch Sanierungsmaßnahmen theoretisch eingespart werden kann. Aus Gründen des Denkmalschutzes oder weiterer Parameter kann das tatsächlich umsetzbare Potenzial geringer sein. Die Informationen beruhen auf Zensusdaten.
Heizungsanlagenalter (Durchschnitt je Gebäudeblock): Diese Darstellung zeigt das durchschnittliche Alter der Heizungen im Gebäudeblock. Je moderner die Heizung, umso effizienter arbeitet sie im statistischen Mittel. Die Informationen beruhen auf Erhebungen der Schornsteinfeger.
Baualtersklasse (häufigste je Gebäudeblock): Die Baualtersklasse beschreibt die Zeitspanne der Entstehung eines Gebäudes. Sie lässt Rückschlüsse darüber zu, welche Sanierungsmaßnahmen üblicherweise notwendig werden. Die Darstellung ist das Ergebnis einer Modellierung. Deshalb ist die Genauigkeit der Daten begrenzt und die Darstellung lediglich als Hinweis zu betrachten.
Stadtbezirke, die keinem der vorgenannten Eignungs- Erweiterungs- und Prüfgebieten zugeordnet sind, werden den dezentralen Versorgungsgebieten zugeordnet: Wohnungseigentümer:innen stellen die Wärmeversorgung gemäß der gesetzlichen Fristen auf erneuerbare Quellen um. Der KWP sieht Unterstützung in Form von Beratung und Vernetzung vor. Nachbarschaftliche Lösungen, also die gemeinsame Wärmeversorgung im Wohnumfeld mittels Nahwärme- oder Mininetzen, können eine sinnvolle Lösung sein.