Sporteignungstest

Jede:r Teilnehmer:in durchläuft den Test in der gleichen Reihenfolge. Es kann aus organisatorischen Gründen eine Anpassung des Durchlaufes gemacht werden, diese Anpassung gilt dann für alle Teilnehmer:innen. Männer und Frauen müssen die gleichen Anforderungen erfüllen, da im beruflichen Alltag die körperlichen Belastungen gleich sind. Für jede Übung können 0 bis 10 Punkte erreicht werden. Sollen bei Übungen eine bestimmte Anzahl von Wiederholung erreicht werden, soll der/die Teilnehmende so viele Wiederholungen machen, wie möglich. Im weiteren Verlauf sind lediglich die Mindestanforderungen aufgeführt. Je besser die Leistung, desto höher die Punktzahl.

 

1. 3.000 Meter Lauf

Ausgangsposition ist ein Hochstart. Die 3.000 Meter müssen in unter 17 Minuten gelaufen werden. Ein Fehlstart oder Abkürzen der Laufstrecke führen zum nichtbestehen

 

 

2. Kasten-Bumerang Test

Der Parcours muss in unter 20 Sekunden durchlaufen werden. Der Parcours ist mit einem Abstand von Matte/Kastenteil zum Medizinball von 2 Metern aufgebaut. Die Ausgangsposition ist vor der Matte. Nach einem Startsignal wird mit einer Vorwärtsrolle über die Matte begonnen. Danach wird der Medizinball im rechten Winkel zum Kastenteil 1 umlaufen. Überspringen des Kastenteils und anschließend Durchkriechen in Richtung Medizinball. In der Folge jeweils rechtwinkliges Umlaufen des Medizinballes, Überspringen und Durchkriechen der Kastenteile (2 + 3). Nach Kastenteil 3 rechtwinkliges Umlaufen des Medizinballes und Durchlaufen der Ziellinie. Mögliche Fehlerquellen sind unter anderem das Abweichen vom festgelegten Laufweg. Bei dieser Übung gibt es 2 Versuche.

 

 

3. Liegestütz

Es müssen mindestens 7 Wiederholungen geschafft werden. Ausgangsposition ist die Liegestützhaltung mit gestreckten Armen. Die Hände sind schulterbreit auf den Boden aufgestützt, Beine geschlossen und der Körper angespannt. Auf Kommando (Metronom 30bpm) wird bei gestreckter Haltung der Körper abgesenkt (2sec) bis der Ellenbogenwinkel 90° beträgt. Beim nächsten Kommando (Metronomschlag) die Arme bis zur Ausgangsposition strecken. Mögliche Fehlerquellen sind unter anderem fehlende Körperstreckung, unvollständige Armstreckung/- beugung, das Ablegen des Oberkörpers oder der Beine.

 

 

4. CKCU-Test

In 15 Sekunden müssen mindestens 23 Wiederholungen erzielt werden. Die Ausgangsposition ist die Liegestützhaltung mit gestreckten Armen. Die Hände sind schulterbreit innerhalb der Markierung (90cm) auf den Boden abgestützt. Die Beine sind geschlossen und der Körper angespannt. Nach einem Startsignal schnellstmögliches, wechselseitiges Übergreifen der Hände. Die Fingerspitzen berühren den Boden hinter den seitlichen Markierungen. Mögliche Fehlerquellen sind unter anderem das Berühren der Markierungslinie mit der übergreifenden Hand, fehlende Körperstreckung, die Füße/Beine werden nicht zusammengehalten oder die Beine abgelegt. Bei dieser Übung gibt es 2 Versuche.

 

 

5. Beugehang

Es müssen mindestens 28 Sekunden gehalten werden. Die Testperson greift für den Beugehang schulterbreit an die Klimmzugstange (Kammgriff). Die Ausgangsposition ist mit der Kinnspitze oberhalb der Klimmzugstange und kann erreicht werden mit Hilfe eines Kastens. Mögliche Fehlerquellen sind unter anderem eine unruhige Körperhaltung, die Kinnspitze sinkt unterhalb der Klimmzugstange, es wird der Ristgriff verwendet, die Griffhaltung ist weiter oder enger als die Schulterbreit.

 

 

6. Balancieren

Der Parcours muss in unter 50 Sekunden durchlaufen werden. Die Ausgangsposition ist vor dem flachen Kasten. Über den Kasten wird der Schwebebalken bestiegen. Der Balken wird überlaufen mit Übersteigen des Medizinballs. Am Ende des Balkens liegt ein Gewicht. Dieses wird aufgenommen und mit einer Hand zum Balkenanfang transportiert. Nach einer halben Drehung wird der Rücktransport mit der anderen Hand durchgeführt und das Gewicht wieder abgelegt. Erneutes Überlaufen des Balkens mit übersteigen des Medizinballs und Abstieg über den Kasten. Mögliche Fehlerquellen sind hier unter anderem ein beidhändiger Transport des Gewichtes, ein fehlender Handwechsel, umstoßen des Medizinballs, Verlassen des Balkens oder Abspringen statt Absteigen vom Balken. Bei dieser Übung gibt es 2 Versuche.

 

 

7. Wechselsprünge

In 30 Sekunden müssen mindestens 30 Wiederholungen geschafft werden. Die Ausgangsposition ist ein seitlicher Stand neben der Stange/ dem Seil. Es wird ein beidbeiniges, seitliches Überspringen der Stange/ des Seils durchgeführt. Gezählt wird jeder korrekte Wechselsprung innerhalb von 30 Sekunden. Mögliche Fehlerquellen sind ein einbeiniger Absprung, das Umstoßen von Pylone bzw. Stange, frontale Sprünge, zu häufiges Berühren der Stange/Leine. Bei dieser Übung gibt es 2 Versuche.

 

 

8. Seitlicher Medizinballwurf

Ein Medizinball (4 kg) muss mindestens 5,50 Meter weit geworfen werden. In der Ausgangsposition wird der Medizinball mit beiden Händen gegriffen, Rotation des Oberkörpers in die entgegengesetzte Wurfrichtung, die Arme bleiben gestreckt und die Beine werden angebeugt. Aus dieser Ausholbewegung wird der Medizinball so weit wie möglich geworfen. Pro Seite hat jede:r Teilnehmer:in 2 Versuche. Mögliche Fehlerquellen sind unter anderem das Übertreten der Abwurflinie, ein einhändiger Abwurf, eine Rumpfrotation ohne Beinbeugung oder Störungen in der kinematischen Kette, Landung des Balles außerhalb des Wurf-Korridors.

 

 

9. Personenrettung

Der Dummy (75 kg) muss in unter 75 Sekunden 3 Runden um eine 11 Meter lange Strecke (=66 Meter) gezogen werden. Der Dummy liegt mit dem Kopf in Zugrichtung vor der Startlinie. Die Ausgangsposition ist zwischen Startlinie und Dummy mit dem Rücken zur Laufstrecke. Der Dummy liegt noch auf dem Boden. Nach dem Startsignal wird der Dummy ergriffen. Rückwärtiges Schleifen des Dummys um die Wendemarkierung bis zum Startpunkt zurück. Es werden drei Runden gedreht. Die Zeit stoppt nach der vollständigen Zielüberquerung und dem Ablegen des Dummys. Eine Grifferneuerung ohne Ablegen des Dummys ist erlaubt. Mögliche Fehlerquellen sind das Umstoßen der Wendemarkierung, eine unvollständige Zielüberquerung oder das Ausruhen abgestützt auf dem Dummy.

 

 

10. Drehleitersteigen

Ein vollausgefahrene Drehleiter (30 Meter) muss zügig und sicher bestiegen werden.

 

 

11. 200 Meter Schwimmen

Es müssen 200 Meter in unter 5 Minuten geschwommen werden. Gestartet wird im Wasser. Der Schwimmstil kann frei gewählt werden, muss allerdings in Bauchlage sein. Mögliche Fehlerquellen sind das Verlassen der Bahn, Blockieren von Mitschwimmern oder ein Fehlstart.

 

 

Handwerkliche Eignung

Es muss eine handwerkliche Tätigkeit zügig und sicher durchgeführt werden.

 

Höchstalter

Seit dem Inkrafttreten der neuen Bundeslaufbahnverordnung im Jahr 2009 sieht diese keine Höchstaltersgrenzen für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst mehr vor.

Die Festlegung von Einstellungshöchstaltersgrenzen bei Einsatzkräften in Polizeivollzugsdienst und Feuerwehr hat das Bundesverfassungsgericht für grundsätzlich zulässig erachtet (vgl. BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015, Az. 2 BvR 1322/12 und 2 BvR 1989/12, Rn. 75 ff.).

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