Vorlage - VO/2025/14306-09  

Betreff: Beirat für Menschen mit Behinderung - Haushaltsbegleitbeschluss Haushalt 2026
Status:öffentlich  
Dezernent/in:Senatorin Pia SteinrückeBezüglich:
VO/2025/14306
Federführend:2.000.3 - Behindertenbeirat Bearbeiter/-in: Klemz, Kira
Beratungsfolge:
Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck zur Entscheidung
06.11.2025 
Sondersitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck (Haushaltssitzung) abgelehnt   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag

1.

Die Maßnahme Nr. 51 „Zuschussreduzierung Reduzierung der Aufwendungen in den für den Zeitraum ab 2027 neu abzuschließenden Budgetverträgen und beschiedenen Zuwendungen durch Standardanpassung“ wird aus der Konsolidierungsliste 2026 gestrichen und dem Haushalt 2026 zugeordnet.

 

Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck beschließt, die geplante Kürzung der Budgetverträge 20272031 für soziale Einrichtungen nicht vorzunehmen.

 

Die bestehenden Budgets sollen auf dem derzeitigen Niveau fortgeführt und entsprechend der Preisentwicklung angepasst werden, um die Stabilität und Verlässlichkeit sozialer Angebote in Lübeck zu sichern.

 

2.

Die Maßnahme Nr. 45 „Umstellung bei den heilpädagogischen Fachkräften und Assistenten:innen von externem auf städtisches Personal“ soll im Haushalt 2026 umgesetzt werden. 

 


Begründung

Begründung zu 1.:

 

Die geplanten Kürzungen um 10 % würden erhebliche Auswirkungen auf die soziale Versorgung in Lübeck haben. Sie gefährden Strukturen, die für den Schutz und die Unterstützung vieler Menschen in unserer Stadt unverzichtbar sind.

 

Weniger Mittel bedeuten zwangsläufig weniger Personal, weniger Angebote und längere Wartezeiten. Das trifft vor allem Menschen, die ohnehin belastet sind Kinder, Familien und Menschen mit Behinderung oder einer drohenden Behinderung, die auf verlässliche und niedrigschwellige Hilfen angewiesen sind.

 

Solche Einsparungen stehen im Widerspruch zu den Zielen der Stadt, Inklusion, Barrierefreiheit und soziale Teilhabe zu fördern. Auch die Verpflichtungen aus dem Grundgesetz, der UN-Behindertenrechtskonvention und dem Landesbehindertengleichstellungsgesetz sprechen klar dagegen.

 

Außerdem wäre der Spareffekt nur kurzfristig. In der Folge würden höhere Kosten in anderen Bereichen entstehen etwa in der Gesundheitsversorgung, in der Jugendhilfe oder im Sozialwesen.

 

Aus sozialer und fachlicher Verantwortung sollte daher auf die geplante Kürzung verzichtet werden.

 

 

Begründung zu 2.:

Die feste Anstellung der heilpädagogischen Fachkräften und Assistenten:innen in den städtischen Kitas stärkt die Qualität inklusiver Bildung nachhaltig. Durch ihre dauerhafte Präsenz werden sie zu einem festen Teil der Teams, fördern Zusammenarbeit und sichern verlässliche Beziehungen zu Kindern und Eltern. Besonders für Kinder mit schweren Behinderungen bedeutet dies mehr Teilhabe und Unterstützung im Alltag. So wird Inklusion selbstverständlich gelebt.


 


Anlagen

 

Stammbaum:
VO/2025/14306   Haushalt 2026   1.201 - Haushalt und Steuerung   Beschlussvorlage öffentlich
VO/2025/14306-03   AM Puhle: Antrag zu Haushalt 2026   Geschäftsstelle der SPD Fraktion   Antrag eines Ausschussmitgliedes
2025/14306-03-01   AT AM Jörn Puhle (SPD) und AM Juleka Schulte-Ostermann (GAL): Antrag zu Haushalt 2026   Geschäftsstelle der SPD Fraktion   interfraktioneller Antrag
5/14306-03-01-01   Empfehlung des Jugendhilfeausschusses: AT AM Jörn Puhle (SPD) und AM Juleka Schulte-Ostermann (GAL): Antrag zu Haushalt 2026   4.513 - Jugendarbeit   Empfehlung eines Ausschusses
VO/2025/14306-04   Haushalt 2026   1.201 - Haushalt und Steuerung   Beschlussvorlage öffentlich
VO/2025/14306-05   Antrag des AM Thorsten Fürter (FDP), AM Christopher Lötsch (CDU), AM Dr. Axel Flasbarth (BÜNDNIS 90/die Grünen) und AM Mandy Siegenbrink (BÜNDNIS 90/die Grünen) zu VO/2025/14306 Haushalt 2026   Geschäftsstelle der FDP Fraktion   interfraktioneller Antrag
VO/2025/14306-07   Fraktion Linke & GAL: Haushaltsbegleitbeschluss zu VO 2025/14306 Haushalt 2026   Geschäftstelle LINKE & GAL   Antrag der Fraktion LINKE & GAL
VO/2025/14306-08   BM Möller: Haushalt 2026 - Haushaltsbegleitbeschluss   1.100 - Büro der Bürgerschaft   Antrag Herr Lothar Möller fraktionslos
VO/2025/14306-09   Beirat für Menschen mit Behinderung - Haushaltsbegleitbeschluss Haushalt 2026   2.000.3 - Behindertenbeirat   Antrag eines Ausschusses/Beirates
VO/2025/14306-10   BM Voht und BM Stüttgen: Haushaltsbegleitbeschluss zu VO/2025/14306 - Haushalt 2026   1.100 - Büro der Bürgerschaft   Antrag eines Bürgerschaftsmitglieds
VO/2025/14306-11   Die FRAKTION: Haushaltsbegleitantrag Haushalt 2026   Geschäftsstelle der Fraktion DIE FRAKTION   Antrag der Fraktion DIE FRAKTION
VO/2025/14306-12   CDU + Bü90/DIE GRÜNEN - Ergänzungsantrag zu: Haushalt 2026 - Einführung einer Weltkulturerbe-Abgabe   Geschäftsstelle der CDU-Fraktion   interfraktioneller Antrag