Vorlage - VO/2026/14925  

Betreff: Instandsetzung von Straßen durch das DSK-Verfahren (Dünne Schichten im Kalteinbau) in der Hansestadt Lübeck 2026
Status:öffentlich  
Dezernent/in:Senatorin Joanna Hagen
Federführend:5.660 - Stadtgrün und Verkehr Bearbeiter/-in: Kayser, Mirjana
Beratungsfolge:
Senat zur Senatsberatung
Bauausschuss zur Vorberatung
02.03.2026 
46. Sitzung des Bauausschusses      
Hauptausschuss zur Entscheidung
10.03.2026    47. Sitzung des Hauptausschusses      

Beschlussvorschlag
Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Anlage 1 - Finanzielle Auswirkungen

Beschlussvorschlag


Mit der Instandsetzung der in der Begründung aufgeführten Straßen durch das DSK-Verfahren wird begonnen.


 


Verfahren

 

Bereiche/Projektgruppen

Ergebnis

1.201 Haushalt und Steuerung

Zustimmung

5.000.1 Verkehrsfluss und Geo-Services

Zustimmung

 

 

 

 

 

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

 

Ja

gem. § 47 f GO ist erfolgt:

X

Nein- Begründung:

Die Beteiligung von Kindern und Jugendli- chen ist nicht notwendig, weil deren Belange durch das Ausschreibungsverfahren nicht berührt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Die Maßnahme ist:

X

neu

 

 

freiwillig

 

X

vorgeschrieben durch: 

 

 

§ 10 StrWG (Verkehrssicherungspflicht)

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

X

Ja (Anlage 1)

 

 

Nein

 

Auswirkung auf den Klimaschutz:

 

Nein

 

X

Ja Begründung:

 

 

baustellenbedingte Emissionen (reduziert durch den Einsatz als Kaltbauweise)

 

 

 

Begründung der Nichtöffentlichkeit

gem. § 35 GO:

 

 

 

 


Begründung

 

Art der Ausschreibung: 

 

öffentliche Ausschreibungen nach VOB

 

 

Kurzbeschreibung der Maßnahmen:

 

Bei dem DSK-Verfahren handelt es sich um das Versiegeln von schadhaften Fahrbahnoberflächen durch das Überziehen mit einer ca. 1 cm dicken kalten Asphaltschicht. Hierdurch wird die Oberfläche neu versiegelt und die Schädigung der Fahrbahnsubstanz durch eindringendes Regenwasser wird verzögert. Je nach Schädigungsgrad der jeweiligen Straße wird bei dem DSK-Verfahren von einer Lebensdauer von fünf bis acht Jahren ausgegangen.

 

Durch die geringe Dicke (ca. 1 cm) der aufzubringenden Schicht ist das Anpassen von Bordsteinen und Nebenanlagen (z. B. Gehwege) in der Regel nicht notwendig.

 

Das gewählte Bauverfahren wird zudem bei Straßen eingesetzt, in denen eine klassische Deckschichtsanierung (fräsen und Einbau von Walzasphalt) technisch nicht mehr möglich ist (großflächige Fräsdurchbrüche bei zu geringen vorhandenen Asphaltstärken oder „runde Querschnitte“, die den Einsatz von Asphaltfertigern nicht zulassen).

 

Mittlerweile wird das DSK-Verfahren verstärkt auch für sogenannte Verkehrssicherungsmaßnahmen eingesetzt.

Dem Straßenbaulastträger obliegt gemäß Straßen- und Wegegesetz SH die Verkehrssicherungspflicht. Da ausreichende Mittel für fachgerechte Sanierungen nicht zur Verfügung stehen, muss die Oberfläche von verschiedenen Hauptverkehrsstraßen mit dem DSK-Verfahren kurzfristig in einen verkehrssicheren Zustand versetzt werden. Durch die Verkehrssicherungsmaßnahmen werden Straßensperrungen bzw. Beschränkungen für eine gewisse Zeit vermieden.

 

Nach jetzigem Stand erfolgt die Instandsetzung in folgenden Straßen:

 

 

Dorfstraße

Kahlhorststraße

Strecknitzer Tannen

Moislinger Allee

Gartenstraße

Am Wallberg

Butenhof

rtlerweg

Vorrade Ortslage

Malmöstraße Knoten

Beetenwiese

Auf dem Vorbeck

Holstenstraße

Wahmstraße oberer Teil

Kohlmarkt

Weichselstraße

Ernst-Deecke-Weg

Wallbrechtstraße

Oslostraße

Novgorodstraße

Roeckstraße

Ostpreußenring

Zweite Ochsenkoppel

Am Lauerholz

Danziger Straße

Von-Morgen-Straße

Hebbelstraße

Stormweg

Scharnhorststraße

Nettelbeckstraße

Schillstraße

Luisenstraße

Am Grenzwall

ppelstraße

Hansestraße

Kutterweg

rkische Straße

 

 

Veränderungen der Straßenliste sindglich, da erst nach dem Winter auf witterungsbedingte Schäden zielgenau reagiert werden kann.

 

Die Instandsetzung ist aus Gründen der Werterhaltung des Infrastrukturvermögens aber auch zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit unabdingbar. Gleichzeitig erfolgt eine erhebliche Steigerung des Gebrauchswertes für die Nutzenden.

 

 

Zeitplan:

 

Das DSK-Verfahren ist eine „Schönwetterbauweise“, die eine warme und trockene Witterung voraussetzt. Eine Bauausführung in den Sommermonaten wird daher in den technischen Vorschriften empfohlen, um die maximale Lebensdauer zu garantieren. Frühzeitige Vergaben und die Durchführung der Ausschreibungsverfahren im „Winterhalbjahr“ werden somit notwendig.

 

Frühe Ausschreibungen sichern der Auftraggeberin zudem erfahrungsgemäßnstige Preise.

 

 

Kosten/Finanzierung:

 

Die Kosten belaufen sich nach Schätzung auf insgesamt ca. 3.200.000,00 € brutto.

Davon entfallen ca. 2.880.000,00 auf Gemeindestraßen, ca. 200.000,00 auf Kreisstraßen, 40.000,00 auf Landesstraßen und 80.000,00 auf Bundesstraßen.

 

Derzeit sind im Haushaltsplan 2026 insgesamt 3.200.000,00 € vorgesehen.

Davon sind 1.450.000,00 € auf dem Produkt Gemeindestraßen, 1.550.000,00 dem Produkt Kreisstraßen und 200.000,00 auf dem Produkt Landesstraßen sortiert.

Die Aufteilung innerhalb der einzelnen Produkte ist anpassbar, da die Aufwendungen innerhalb des Bereichsbudgets gegenseitig deckungsfähig sind.

 


 


Anlagen

 

1 Finanzielle Auswirkungen

 


 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 - Finanzielle Auswirkungen (107 KB)