Vorlage - VO/2025/14780-01  

Betreff: BM Lothar Möller: AT - Schaffung gemeinnütziger Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber
Status:öffentlich  
Federführend:1.100 - Büro der Bürgerschaft Bearbeiter/-in: Nimz, Christiane
Beratungsfolge:
Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck zur Entscheidung
29.01.2026 
21. Sitzung der Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck in der Wahlperiode 2023 - 2028 an Verwaltung / Ausschuss zurück verwiesen   
Ausschuss für Soziales zur Vorberatung
03.03.2026 
28. Sitzung des Ausschusses für Soziales      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag

Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck empfiehlt der Verwaltung, ein Konzept zur Schaffung von bis zu 1.000 gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten („1-Euro-Jobs“) für Asylbewerber, die derzeit nicht in den regulären Arbeitsmarkt integriert sind, zu prüfen und zu entwickeln.

 

Das empfohlene Konzept soll insbesondere folgende Aspekte berücksichtigen:

 

gliche Einsatzbereiche in kommunalen und gemeinnützigen Einrichtungen,
 b) eine Abstimmung mit den Trägern von Unterkünften sowie sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen,
 c) organisatorische Abläufe, Zuständigkeiten und den entstehenden Verwaltungsaufwand,
 d) die Sicherstellung, dass reguläre Arbeitsplätze nicht verdrängt werden,
 e) die Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie der einschlägigen Durchführungsverordnungen.

 

Das Ergebnis der Prüfung und gegebenenfalls ein entsprechendes Konzept sollen den zuständigen Gremien zur weiteren Beratung vorgelegt werden.


Begründung

Die Hansestadt Lübeck betreut derzeit eine wachsende Zahl von Asylsuchenden, von denen viele den Wunsch äußern, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen. Gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz bieten hierfür einen klar geregelten und niedrigschwelligen Rahmen. Sie ermöglichen den Teilnehmenden eine verlässliche Tagesstruktur, fördern erste Integrationsschritte und verbessern praktische Sprachpraxis.

Zugleich können städtische Einrichtungen, Quartiere und gemeinnützige Träger durch einfache unterstützende Tätigkeiten entlastet werden. Andere Kommunen berichten von positiven Erfahrungen, sowohl im Hinblick auf Motivation und Teilhabe der Asylbewerber als auch hinsichtlich eines verbesserten gesellschaftlichen Miteinanders.

Ein strukturiertes Konzept schafft für Lübeck Transparenz, Einheitlichkeit und eine verlässliche Grundlage für die Umsetzung solcher Arbeitsgelegenheiten.


Anlagen