Vorlage - VO/2025/14655  

Betreff: Antwort auf mdl. Anfrage AM Puschaddel (CDU): Touristische Eingangssituation Bahnhöfe HL
Status:öffentlich  
Dezernent/in:Senatorin Pia Steinrücke
Federführend:2.830 - Kurbetrieb Travemünde Bearbeiter/-in: Ehrich, Jan
Beratungsfolge:
Senat zur Senatsberatung
Wirtschaftsausschuss und Ausschuss für den "Kurbetrieb Travemünde (KBT)" zur Kenntnisnahme
12.01.2026 
21. Sitzung des Wirtschaftsausschusses und Ausschuss für den "Kurbetrieb Travemünde (KBT)"      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag

Mdl. Anfrage des AM Puschaddel (CDU) zur touristischen Eingangssituation an den Bahnhöfen in der HL aus der 16. Sitzung des Wirtschaftsausschusses und Ausschuss für den "Kurbetrieb Travemünde (KBT)" vom 18.06.2025, TOP Ö 3.4.2.

 

Herr Puschaddel stellt folgende Anfrage:

Wie beurteilt die Verwaltung aus touristischer Sicht die Eingangssituation der Gäste der Hansestadt Lübeck um den Lübecker Hauptbahnhof und Strand- und Hafenbahnhof. Welche Maßnahmen sind gegebenenfalls von der Verwaltung zur Verbesserung der Situation vorgesehen?


Begründung

Kurbetrieb Travemünde (KBT) und Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM):

Lt. TEK 2030, Maßnahme 13 und 14 ist eine klimafreundliche und stark auf den ÖPNV ausgelegte An- und Abreise für unsere Gäste erklärtes Ziel der Hansestadt Lübeck und des Seebades Travemünde. Dies steht im diametralen Gegensatz zur Situation der Bahnhöfe: So ist bzgl. des Erscheinungsbildes des Lübecker Hauptbahnhofs insbesondere die Sauberkeit zu bemängeln, offensichtlich in erster Linie durch die Vielzahl von Tauben verursacht. Vor allem aber in Travemünde wird das Stadtbild durch den schlechten baulichen Zustand des Strand- bzw. Hafenbahnhofes sehr negativ beeinflusst.

 

hrend es am Gebäude des Hafenbahnhofs in der Vergangenheit Sanierungsbestrebungen durch verschiedene Investoren gab, ist der Zustand des prominent gelegenen Strandbahnhofes beklagenswert. Neben den schlechten baulichen Zuständen der Gebäude, bieten vor allem die unter Schutz stehenden Bahnsteige ein Bild eines rasch voranschreitenden Verfalls. Beide Bahnhöfe befinden sich in privater Hand. Gäste, die sich ganz im Sinne des TEK 2030 mit dem ÖPNV auf den Weg ins Seebad begeben, werden vom Erscheinungsbild der Bahnanlagen in Travemünde abgeschreckt. Darüber hinaus ist auch das Nutzungskonzept für den Strandbahnhof keine Bereicherung des Seebades.

 


Temporäre Verkaufsstände und ungeordnete Stellplatzangebote werden durch den privaten Eigentümer des Strandbahnhofes organisiert. Das dringend notwendige städtische Vorhaben der Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes scheitert derzeit am Willen und den finanziellen Möglichkeiten des derzeitigen Inhabers der Gebäude, sich in eine entsprechende Planung zu integrieren.

 

Fachbereich 5:

Natürlich ist auch der Fachbereich Planen und Bauen stets gefragt, um sich z.B. für Verbesserungen im SPNV und ÖPNV einzusetzen. Dies gilt nicht nur für Bürger:innen, die zum Beispiel für den täglichen Weg zur Arbeit auf Verbindungen angewiesen sind, sondern gleichermaßen auch für Touristen. So konnten z.B. durch den sogenannten Lübeck-Takt deutliche Verbesserungen im innerstädtischen ÖPNV erzielt werden. Gegenüber dem Land und dem Bund setzt sich die HL zudem für eine Regio-S-Bahn und eine gute Erreichbarkeit der Stadt im Zuge der Hinterland-Anbindung der FFBQ ein.

 

Auch das Umfeld der Bahnhöfe bleibt dabei im Blick. Zum Beispiel ist es geplant am Hauptbahnhof ein Fahrradparkhaus zu errichten, um den Vorplatz zu entlasten und das Angebot zu verbessern (VO/2025/14174). Dabei ist auch angedacht, Leihfahrräder für Touristen unterzubringen.

 

Insgesamt ist dabei allen öffentlichen Stakeholdern bewusst, dass nur im Zusammenwirken aller relevanten Partner eine Verbesserung der aktuellen Situation erreicht werden kann. Soweit öffentliche Flächen betroffen sind, werden die Bereiche oder Betriebe der Hansestadt Lübeck in eigener Zuständigkeit tätig. Dort, wo dies nicht möglich ist, in fremden Gebäuden oder auf privaten Flächen, wird immer versucht, auf die jeweiligen Eigentümer zuzugehen und ein gemeinsames Handeln abzustimmen.

 

Zudem ist die HL im regelmäßigen Austausch mit der DB und der NAH.SH, um Verbesserungspotenziale, die in der dortigen Zuständigkeit liegen, aufzuzeigen. Diese Anfrage wird zum Anlass genommen z.B. erneut für das Anbringen einer zweisprachigen Beschilderung zu werben.

 

 

 


Anlagen

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