Das Regionalmanagement im HanseBelt koordiniert seit seiner Neuaufstellung 2018 die kreisübergreifende Zusammenarbeit in den Handlungsfeldern Raum für Wirtschaft, Mobilität, Tourismus und Marketing. Kooperationspartner des Regionalmanagements sind die IHK zu Lübeck als Federführende sowie die Kreise Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Ostholstein und die Hansestadt Lübeck. Weitere Partner:innen sind die jeweiligen Wirtschaftsförderungsgesellschaften und der HanseBelt e.V. Auf Arbeitsebene kommen weitere Partner:innen, wie bspw. regionale Tourismusagenturen, hinzu.
Die zweite Förderphase des Regionalmanagements mit einer Förderquote von 65 % endete zum 31.12.2023. Aufbauend auf die bisherigen Ergebnisse und die erfolgreiche Zusammenarbeit über die Kreisgrenzen hinweg soll das Regionalmanagement auf Wunsch der Lenkungsgruppe in einer dritten Förderphase bis zum Jahr 2027 fortgesetzt werden. Die Förderquote beträgt in der dritten Förderphase 55 %. Der entsprechend steigende Eigenanteil von 45 % wird prozentual auf die Kooperationspartner:innen aufgeteilt, die IHK zu Lübeck übernimmt dabei 18 %, die Kreise und die Hansestadt Lübeck je 3,6 % und die Wirtschaftsförderungen sowie der HanseBelt e.V. je 1,8 %.
Ziel der dritten Förderphase ist die weitere Zusammenarbeit zur Stärkung der regionalen Entwicklung. Es sollen Projekte entwickelt und umgesetzt werden, von denen alle Kooperationspartner profitieren. Eine geschlossene Positionierung verleiht dem HanseBelt u. a. gegenüber dem Land Schleswig-Holstein zusätzliches Gewicht. Somit bietet das Regionalmanagement eine ideale Chance, um gemeinsame Interessen und Ziele vereint bei der Landesregierung zu platzieren. Darüber hinaus bieten das Regionalmanagement der Region die Möglichkeit, sich gemeinsam auf die feste Fehmarnbeltquerung und die damit verbundenen Auswirkungen vorzubereiten.
Zum aktuellen Zeitpunkt konnten bereits einige Projekt abgeschlossen werden:
Raum für Wirtschaft:
- Gewerbeflächenbedarfsprognose und Fortschreibung des Gewerbeflächenleitfadens
- Coworking im Hansebelt - Standortanalyse und Machbarkeit
- Gewerbeflächennachfrage im Hansebelt
- Gewerbegebiete der Zukunft
- Onboarding im Hansebelt
- Praktikum Hansebelt
- Weiterentwicklung Webportal Praktikum Hansebelt
Mobilität:
- Neue Verkehrsinfrastruktur über den Fehmarnbelt. Chancen für Ostholstein und die Region
- Leistungsfähigkeitsanalyse der Bundesautobahnen und BAB-Anschlussstellen im Kooperationsgebiet
- Machbarkeitsstudie zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Verkehr
- Potentialanalyse prioritärer Radwegeverbindungen im Hansebelt
- LKW-Parken
Tourismus:
- Potentialevaluation und Bestandsanalyse für den MICE-Markt in Folge der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) für den Hansebelt
- Etablierung einer Willkommenskultur für skandinavische Gäste im Hansebelt / Stars und Sternchen im Hansebelt
Marketing:
- Marketing im Hansebelt I
- Marketing im Hansebelt II
- Regionalmarketing Hansebelt
- Optimierung der Website / Menüpunkt „Wirtschaft“
In der dritten Förderphase ergeben sich Änderungen in den Themenschwerpunkten, die ab sofort innerhalb neu zugeschnittener Handlungsfelder bearbeitet werden:
- Chancen der festen Fehmarnbeltquerung
- Arbeitskräftegewinnung und -bindung
- Standortmarketing
Die Kooperation im HanseBelt hat sich über die Jahre fest etabliert und ist ein geeignetes Forum auch für die Hansestadt Lübeck, fachliche Grundlagen gebietsübergreifend zu erarbeiten und gemeinsame Interessen als Region zu vertreten.
Finanzielle Auswirkungen
Die Förderquote für das Regionalmanagement im HanseBelt sinkt in der dritten Phase um 10 % auf 55 %.
Als Eigenanteil fallen bei einer Beteiligung von 3,6 % für die Hansestadt Lübeck für die Jahre 2025 und 2026 je 13.090,00 EUR und 2027 noch 3.272,00 EUR an.