Auszug - Importierte Niederschrift  

Wirtschaftsausschuss
TOP: Ö 1
Gremium: Wirtschaftsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 21.03.2011 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: Anlass: Sitzung
 
Beschluss


2  Wirtschaft und Soziales

2.280.2  Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften

Geschäftsstelle Wirtschaftsausschuss

 

 

Datum:   22.03.2011 

Auskunft:  Kerstin Prüßmann 

Zimmer:   101 

Telefon:   122 – 23 24 

Telefax:   122 – 951 - 2324  

eMail:   wirtschaftsausschuss @luebeck.de  

 

N i e d e r s c h r i f t  

Ö f f e n t l i c h e r   T e i l 

über die gemeinsame Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses 

am Montag, den 21.März 2011 

Wahlperiode 2008 / 2013, Nr. 25 

Beginn :  16.00 Uhr 

Tagungsort :  Bürgerschaftssaal, Rathaus 

Anwesende :  Vom Wirtschaftsausschuss  

Herr Puschaddel    (Vorsitzender)

Herr Hundertmark

Frau Boeckmann

Herr Abler

Herr Bojens

Herr Reinhardt

Herr Petersen

Herr Bössow

Herr Meier

Herr Röpcke

Herr Reiß

Herr Scholz

Frau von Holt

Herr Vorkamp

Vom Bauausschuss

 

Herr Schubert         (Vorsitzender)

Herr Dr. Brock

Herr Dr. Eymer

Frau Förster

Herr Freitag

Frau Gewecke

Herr Hiller

Herr Lötsch

Frau Mewes

Herr Pluschkell

Herr Quirder

Herr Rathcke

Herr Schapke

Herr Stetefeld

Herr Süttgen

Mitglieder der Bürgerschaft

 

Herr Teschke

Vom Fachbereich 2 – Wirtschaft und Soziales

 

Herr Senator Schindler

Herr Kuschmierz      2.020 – Fachbereichs-Controlling

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

Vom Fachbereich 5 – Planen und Bauen  

Herr Senator Boden

Herr Bössow     5.050 – Fachbereichs-Controlling (Protokoll) 

Vom Bereich 2.280 – Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften  

Herr Strätz

Herr Upts

Frau Grau

Frau Prüßmann  Protokoll

Vom Bereich 5.610 – Stadtplanung

 

Frau Lorenzen

Frau Schröder 

Herr Schünemann

Vom Bereich 5.661 – Verkehr

 

Herr Dr. Klotz

Herr Scholz

Seniorenbeirat

 

Behindertenrat  

Weitere TeilnehmerInnen  

Herr Gerdes  Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck 

Herr Guttenberg  Koordinierungsbüro Wirtschaft in Lübeck  

 

Nicht anwesend :   Wirtschaftsausschuss  

  Herr Pluschkell

      Frau Schatz

      Herr Brüggen

      Frau Hilbrecht

      Bauaussschuss

 

      Herr Howe

 

 

TAGESORDNUNG  

 

I  Öffentlicher Teil der Sitzung  Beratungsergebnis  

 

    Kenntnis  Empfehlung  Beschluss 

 

1.  Verpflichtung der Ausschussmitglieder, die nicht der 

Bürgerschaft angehören       

 

 

2.  Feststellung der Beschlussfähigkeit       

 

3.  Anträge u. Beschlüsse zur Tagesordnung

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

 

4.  Vorlagen / Berichte        

 

4.1  Neubebauung Aqua TOP Gelände      X 

  Überweisungsauftrag  der  Bürgerschaft  vom  24.02.2011,  TOP  4.1,  Drs. 

935 

     

 

 

 

II   Nichtöffentlicher Teil der Sitzung  Beratungsergebnis  

 

 

5.  Vorlagen / Berichte        

 

5.1  Investorenauswahl für das Aqua TOP Gelände    X   

  Vorlage des Bereiches 2.280 – Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften        

 

 

III   Öffentlicher Teil der Sitzung  Beratungsergebnis  

Bekanntgabe der im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gefassten Beschlüsse. 

 

 

Öffentlicher Teil der Sitzung  

Herr Puschaddel begrüßt die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses, die VertreterInnen 

der Verwaltung sowie die Öffentlichkeit.

 

 

TOP 1  - Verpflichtung d. Ausschussmitglieder, die nicht der Bürgerschaft angehören  

Herr Puschaddel verpflichtet gem. § 46 Abs. 6 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein das 

folgende  bürgerliche  Ausschussmitglied  durch  Handschlag  auf  die  gewissenhafte  Erfüllung 

seiner Obliegenheiten und führt dieses in sein Amt ein: 

Herrn Sven Bössow

 

 

TOP 2 - Feststellung der Beschlussfähigkeit  

Herr Puschaddel stellt die Beschlussfähigkeit fest. 

Ferner macht Herr Puschaddel darauf aufmerksam, dass Personen, die möglicherweise befangen 

sein könnten, verpflichtet sind, dieses mitzuteilen. Ob jemand befangen sein könnte, entscheiden im 

Zweifel die Ausschüsse.

 

 

TOP 3 - Anträge und Beschlüsse zur Tagesordnung  

Herr Bojens stellt den Antrag, die Vorlage zu TOP 5.1 – Investorenauswahl für das Aqua TOP Ge-

lände im öffentlichen Teil der Sitzung zu beraten.

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

 

Der  Bauausschuss beschließt die Behandlung der 

Vorlage zu TOP 5.1 im öffentlichen Teil der 

Sitzung einstimmig. 

 

Der  Wirtschaftsausschuss beschließt die Behandlung der 

Vorlage zu TOP 5.1 im öffentlichen Teil der 

Sitzung einstimmig. 

 

 

TOP 4 – Vorlagen / Berichte  

4.1 – Neubebauung Aqua Top Gelände  

(Überweisungsauftrag der Bürgerschaft vom 24.02.2011, TOP 4.1, Drs. 935) 

Die Bürgerschaft hat nachfolgenden Antrag zur abschließenden Beratung an den Bau- und Wirt-

schaftsausschuss überwiesen: 

„Die CDU-Fraktion beantragt, die Bürgerschaft möge beschließen: 

Das Gelände des ehemaligen Aqua Top in Travemünde ist unverzüglich auszuschreiben. Als Nut-

zung ist primär eine Hotelnutzung, vorzugsweise mit öffentlich zugänglichem Schwimmbad, vorzu-

sehen. 

Als Ziel für einen Baubeginn setzt sich die Hansestadt Lübeck spätestens das Jahr 2013. Bis Ende 

Februar 2011 ist ein entsprechender Zeitplan dem Bauausschuss vorzulegen.“ 

Herr Puschaddel stellt fest, dass der vorliegende Antrag der Bürgerschaft erfüllt ist, da zu TOP 5.1 

eine entsprechende Vorlage zur Ausschreibung des ehem. Aqua Top Geländes vorliegt. 

Ferner teilt Herr Puschaddel mit, dass die Fragen von Herrn Scholz im nichtöffentlichen Teil des 

Wirtschaftsausschusses beantwortet werden.

Herr Puschaddel lässt über den Antrag abstimmen:

 

Der Bauausschuss beschließt den Antrag ein-

stimmig und sieht diesen als bereits erledigt an. 

 

Der Wirtschaftsausschuss beschließt den Antrag

einstimmig und sieht diesen als bereits erledigt

an.

 

 

 

 

TOP 5.1 – Investorenauswahlverfahren für das Aqua Top Grundstück  

(Vorlage des Bereiches 2.280 – Wirtschaft, Hafen und Liegenschaften) 

 

Beschlussvorschlag:  

1. Das Eckpunktepapier der KWL - Anlage 1 der Vorlage - und die städtebaulichen Rahmenbedin-

gungen - Anlage 2 - für den Hotelneubau auf dem Aqua Top Gelände werden zustimmend zur 

Kenntnis genommen. 

 

2. Das Aqua Top Grundstück und der Aqua Top Parkplatz werden zum Verkauf und für eine Nut-

zung europaweit in Form eines Bieterverfahrens ausgeschrieben mit folgenden Nutzungsschwer-

punkten:

+ hochwertiges Hotel ggf. in Kombination mit Ferienappartements und den Standort ergänzende 

gastronomische Nutzungen und Läden, 

+ multifunktionale witterungsunabhängige Aufenthalts- und Veranstaltungsflächen und eine mög-

liche  Schwimmbadnutzung  zur  Ergänzung  des  touristischen  Angebotes  in  Travemünde,  die 

auch Nicht-Hotelgästen zugänglich sein sollen.

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

 

3. Das Bieterverfahren wird zweistufig durchgeführt 

In der ersten Stufe erfolgt die Investorenauswahl auf der Grundlage des von den Investoren vor-

gelegten Nutzungs- und Betriebskonzeptes, dem Nachweis der Wirtschaftlichkeit, des angebote-

nen Kaufpreises sowie des Realisierungskonzeptes. Mit den ausgewählten Investoren wird eine 

Anhandgabevereinbarung verhandelt, die die wesentlichen Rahmenbedingungen für das später 

abzuschließende Grundstückgeschäft (Nutzungskonzept, Kaufpreisfindung) festlegt. Am Ende 

der ersten Stufe wird das Grundstück dem ausgewählten Investor nach Entscheidung der Bür-

gerschaft im Abschluss der Anhandgabevereinbarung für die weitere Entwicklung und Planung 

für einen Zeitraum von 12 Monaten anhand gegeben. Von dem Bewerber ist ein Anhandga-

beentgelt in Höhe von 1 % des Kaufpreises zu entrichten. Das Entgelt wird mit dem später zu 

zahlenden Kaufpreis verrechnet. Die Anhandgabe bedeutet eine Bindung der Hansestadt Lü-

beck. Für die Zeit der Anhandgabe darf das Grundstück keinem Dritten angeboten werden. 

In der zweiten Stufe des Bieterverfahrens hat der Investor einen Architekturwettbewerb (Realisie-

rungswettbewerb) durchzuführen. Die Kosten des Architekturwettbewerbs und die sonstigen Kos-

ten sind von dem Investor zu tragen, dem das Grundstück anhand gegeben wurde. Nach Ab-

schluss der Kaufvertragsverhandlungen mit dem Investor am Ende der Anhandgabeperiode trifft 

die Bürgerschaft die endgültige Entscheidung über den Verkauf an den Investor auf Grundlage 

des ausgehandelten Kaufvertrages. 

Herr Lötsch beantragt im Beschlusspunkt 2, 1. Spiegelstrich die Worte „…ggf. in Kombination mit 

Ferienappartements…“ zu streichen und bei dem 2. Spiegelstrich die Ergänzung um „ggf. 

Multifunk-

tionale witterungsunabhängige …“.

Herr Quirder bittet, in den Anlagen 1 und 2 Hinweise auf die derzeitig gültige Fremdenverkehrssat-

zung aufzunehmen.

Herr Senator Boden teilt hierzu mit, dass mit der Einrichtung von „multifunktionalen witterungsunab-

hängigen Aufenthalts- und Veranstaltungsflächen“ die Öffnung gegenüber einem klassischen Hotel 

erfolgen soll, so dass saison- und witterungsunabhängige Veranstaltungen zur Ergänzung des be-

reits vorhandenen touristischen Angebotes in Travemünde erfolgen kann. Ferner teilt Herr Senator 

Boden mit, dass eine Umwandlung analog Maritim für einen neuen Investor nicht möglich sein kann, 

da die gültige Fremdenverkehrssatzung dieses nicht vorsieht. Herr Senator Boden sieht keine Be-

denken, den Hinweis auf die Fremdenverkehrssatzung in die Vorlage einzuarbeiten. 

Die Verwaltung sagt eine entsprechende Ergänzung zu. 

Herr Puschaddel lässt über den Antrag von Herr Lötsch abstimmen. 

 

Der Bauausschuss beschließt den vorgenannten 

Antrag und somit Ergänzung bzw. Änderung der 

Vorlage einstimmig. 

 

Der Wirtschaftsausschuss beschließt den vorgenannten 

Antrag und somit Ergänzung bzw. Änderung der 

Vorlage einstimmig. 

Eine Frage von Herrn Dr. Eymer zur geplanten Zeitschiene wird von Herrn Senator Schindler dahin-

gehend beantwortet, dass geplant sei, unmittelbar nach Angebotseingang den Vertrag zu schließen.  

Dies kann aller Voraussicht nach Ende diesen Jahres geschehen. Voraussichtlich in 2014 kann das 

dort geplante Hotel schließlich eröffnen.

Auf Nachfrage von Herrn Dr. Eymer, aus welchen Gründen nicht ein Verfahren gewählt wurde, wel-

ches die Bildung von Teams je aus Investor und Architekt vorsieht, erläutert Herr Senator Schindler 

das gewählte zweistufige Verfahren. Demnach soll in der ersten Stufe zunächst ein Investor gefun-

den werden.

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

Dieser muss den Nachweis liefern, ein derartiges Projekt umsetzen zu können und auch ein Nut-

zungs- und Betriebskonzept vorlegen. In der zweiten Stufe werde dann ein städtebaulicher Wettbe-

werb durchgeführt, welcher nach aktuellem Zeitplan max. ein Jahr andauern darf.  

Eine Frage von Herrn Dr. Brock zur baulichen Ausnutzung beantwortet Herr Senator Boden dahin-

gehend, dass die bauliche Nutzung nicht eingeschränkt werden soll. Vielmehr soll die bauliche Aus-

nutzung  des  Grundstückes  durch  die  vorzulegenden  Architekturentwürfe  überzeugen.  Gleichwohl 

sind die vorgesehenen Baufelder zwingend einzuhalten. 

Herr Dr. Brock gibt zu bedenken, dass der Verkaufserlös stark von der Bruttogeschossflächenzahl, 

welche hier nicht begrenzt wird, abhänge. Auch die Vergleichbarkeit dürfte sich aus diesem Grunde 

schwierig gestalten.

Herr Scholz teilt mit, dass die jetzigen Gäste des Maritims einen uneingeschränkten Blick sowohl 

auf die Ostsee als auch auf die Travemündung incl. Passat haben. Bei einer hohen baulichen Aus-

nutzung des ehem. Aqua Top Grundstückes wäre dieser Blick für die Gäste des Maritims nicht mehr 

gegeben. Hierzu teilt Herr Senator Schindler mit, dass dieses Projekt nicht in Abhängigkeit zum  

Maritim gesehen werden darf. Für einen zukünftigen Investor sind bauliche Festsetzungen wie z.B. 

einzuhaltende Abstandsflächen bei seinen Planungen zu berücksichtigen. Ferner besteht kein Recht 

auf einen unverbaubaren Blick.

Herr Lötsch regt an, die Formulierung auf S. 1 der Anlage unter „Zeitplan“, „[…]Verkauf des Grund-

stücks dient in erster Linie fiskalischen Interessen […]“ dahingehend anzupassen, dass nicht das 

fiskalische Interesse, sondern vielmehr das städtebauliche Interesse herausgestellt werde. Die Her-

ren Strätz und Gerdes merken an, diese Formulierung wäre in Abstimmung mit dem hierzu einge-

schalteten Vergaberechtsanwalt abgestimmt und raten vor dem Hintergrund der Gefahr, eine förmli-

che Vergabe (wie sie bei Baugewerken üblich ist) durchführen zu müssen dringend davon ab, diese 

zu verändern. Es wird vereinbart im weiteren Verfahren die konkreten Gründe hierfür zusammenzu-

tragen bzw. kritisch zu prüfen und entsprechend mitzuteilen.  

Eine weitere Frage von Herr Lötsch zu der Gewichtung der Entscheidungskriterien beantwortet Herr 

Strätz dahingehend, dass im Vorfeld geprüft wurde, welche Anforderungen sich aus dem Vergabe-

recht und den Regeln der EU für den Verkauf von Grundstücken durch die Kommunen ergeben. 

Dieses bedeutet, dass eine genaue Beschreibung erfolgen muss, welche Kriterien mit welcher Ge-

wichtung für das Auswahlverfahren gelten sollen. Ferner ist auch das europäische Beihilferecht zu 

beachten. Dieses bedeutet, dass es der Gemeinde untersagt ist, Firmen bzw. Investoren Subventi-

onen über den Grundstückspreis zu gewähren. Nach den Regeln für die Vergabe von kommunalen 

Grundstücken ist der Kaufpreis dann beihilfefrei, wenn er in einem bedingungsfreien Bietverfahren 

ermittelt wurde. Aus diesem vorgenanten Gründen hat man sich nach ausgiebiger Beratung mit ei-

nem Vergaberechtsanwalt dazu entschieden, dieses Bieterverfahren durchzuführen. Aus vorge-

nanntem  Grunde liegt die erhebliche Gewichtung bei den Entscheidungskriterien auf dem angebo-

tenen Grundstückskaufpreis.

Herr Lötsch vertritt weiterhin die Auffassung, dass diese Gewichtung nicht angemessen ist, um der 

gewünschten Qualität an diesem Standort und insbesondere in Travemünde Rechnung zu tragen. 

Frau Gewecke schließt sich der Meinung von Herrn Lötsch an und befürchtet, dass die bauliche 

Ausnutzung an diesem Standort und die Architektur nicht ausreichend Berücksichtigung findet. 

Herr Senator Boden teilt hierzu mit, dass in der 1. Stufe des Investorenauswahlverfahrens den In-

vestoren die Möglichkeit gegeben werden soll, ihre grundsätzlichen Vorstellungen hinsichtlich der 

Planung und Nutzung des Grundstückes vorzustellen. In der 2. Stufe dieses Verfahrens hat die 

Hansestadt Lübeck dann Einfluss auf die Architektur und baulichen Ausnutzung des Grundstückes. 

Herr Gerdes gibt zu dem geplanten zweistufigen Verfahren ergänzende Hinweise. 

Eine Frage von Herrn Stüttgen zu anderen Möglichkeiten der Ausschreibung beantwortet Herr 

Strätz dahingehend, dass die Möglichkeit einer baulichen Ausschreibung nach Vergaberecht be-

steht. In dieser Variante müssten jedoch bereits zum jetzigen Zeitpunkt klare Aussagen hinsichtlich 

der baulichen Ausnutzung sowie Architektur getroffen werden.

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

Die Kritik von Herrn Lötsch, dass das Verfahren bis zur Erstellung der Vorlage schon früher hätte 

begonnen werden können, weist Herr Senator Schindler zurück, die Vorarbeiten hierzu wurden 

schnellstmöglich erledigt. Zudem sieht Herr Lötsch die Tatsache, dass das Volumen des Baukör-

pers in der ersten Stufe und die Architektur hingegen erst in der zweiten Stufe behandelt wird kri-

tisch, da somit die Architektur bereits eingeschränkt werde. 

 

Es schließt sich eine Diskussion zwischen den Herren Lötsch, Rathke, Gerdes, Dr. Brock, Puschad-

del, Scholz, Strätz, Herr Senator Schindler und Herr Senator Boden über die Gewichtung der Ent-

scheidungskriterien an. Den Mitgliedern der Ausschüsse geht es hierbei insbesondere darum, die 

Gewichtung des Nutzungs- und Betriebskonzepts zu erhöhen.  

Aufgrund der Diskussion schlägt Herr Senator Boden vor, die Gewichtung der Entscheidungskrite-

rien wie folgt festzulegen:

1. angebotener Grundstückskaufpreis  = 55 %

2. Finanzierungskonzept      =   5 %

3. Nutzungs- und Betriebskonzept    = 40 %.

Herr Lötsch stellt den Antrag, die Gewichtung gem. dem Vorschlag von Herrn Senator Boden vor-

zunehmen. 

Der Bauausschuss beschließt den vorgenannten 

Antrag und somit Ergänzung bzw. Änderung der 

Vorlage einstimmig. 

 

Der Wirtschaftsausschuss beschließt den vorgenannten 

Antrag und somit Ergänzung bzw. Änderung der 

Vorlage einstimmig. 

Eine Frage von Herr Stüttgen zur Möglichkeit des Ausstieges seitens der Hansestadt Lübeck aus 

diesem Verfahren beantwortet Herr Strätz dahingehend, dass in dem Exposé festgeschrieben ist, 

dass die Bürgerschaft die Entscheidungen trifft und frei bleibt. Es müssen aber in den einzelnen 

Verfahrenschritten, die in der Anlage 2 beschrieben Kriterien beachtet werden. 

Eine Frage von Frau Geweke, wer die Entscheidungen bzw. die Auswahl und Sichtung der einge-

henden Bewerbungen vornimmt, beantwortet Herr Senator Schindler dahingehend, dass dieses 

eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der KWL GmbH und Verwaltung vornehmen wird und 

die Ergebnisse dann der Politik entsprechend vorstellt werden. 

Herr Schubert beantragt, im Beschlusspunkt 1 das Wort „…zustimmend…“ zu streichen. 

 

Der Bauausschuss beschließt den vorgenannten 

Antrag und somit Ergänzung bzw. Änderung der 

Vorlage bei 6 Gegenstimmen mehrheitlich. 

 

Der Wirtschaftsausschuss beschließt den vorge-

nannten Antrag u. somit Ergänzung bzw. Änderung 

d. Vorlage bei 3 Gegenstimmen mehrheitlich. 

Herr Puschaddel lässt nunmehr über die Vorlage in geänderter Fassung abstimmen. 

 

Der Bauausschuss empfiehlt der Bürgerschaft

gem. Beschlussvorschlag in geänderter Fassung

bei 2 Enthaltungen einstimmig zu beschließen. 

 

Der Wirtschaftsausschuss empfiehlt der Bürger-

schaft gem. Beschlussvorschlag in geänderter

Fassung einstimmig zu beschließen.

 

 

Niederschrift Nr. 25 der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am 21.03.2011 

 

 

 

 

   

 

Ende der Sitzung:   17.00 Uhr 

         

 

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Klaus Puschaddel  Kerstin Prüßmann 

      Ausschussvorsitzender      Protokollführerin