Auszug - Importierte Niederschrift  

Ausschuss für Soziales
TOP: Ö 1
Gremium: Ausschuss für Soziales Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 06.10.2009 Status: öffentlich
Zeit: Anlass: Sitzung
 
Beschluss


Niederschrift  

11/2008 - 2013 

über die Sitzung des Ausschusses für Soziales 

am Dienstag, 06.10.2009

im Verwaltungszentrum Mühlentor, Haus Trave, Großes Sitzungszimmer, 

Kronsforder Allee 2 – 6 

Beginn der Sitzung:       16.00 Uhr

Anwesend:   Stimmberechtigte Ausschussmitglieder   

  Herr Schulz                         - Stellv. Vorsitzender – 

Herr Böhning

Herr Drozella

Herr Hoffmann

Frau Kanuschin                    - Vertreterin -

Frau Kaske

Frau Katzberg

Herr Klinkel                          

Frau Menorca  

Frau Müller                           - Vertreterin – 

Frau Mundt                           - Vertreterin - 

Herr Riedel                           - Vertreter - 

Frau Siebdrat     

Herr Stabe                            

Herr Voht                               

 

 

 

 

Es fehlen:  Frau Jansen, Herr Kaminski, Herr Köpsell, Frau Römer   

 

   

Ferner sind anwesend:     

  Vom Fachbereich 2 

Herr Senator Halbedel              

 

  Herr Hinselmann

Frau Lange          

 

               

Herr Lippe

Frau Memler

Frau Roggensack

Frau Scharrenberg

Herr Schlichting

Herr Stachowske

Herr Wulf

Frau Nimz  

 

- Protokollführerin – 

  

 

 

  Vom Personalrat FB 2 

Frau Beuck    

Aus der Bürgerschaft

Frau Bockholdt

Vom Seniorenbeirat

Frau Thalmann

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 2 

 

   

Der Stellvertretende Ausschussvorsitzende (im Weiteren „der Vorsitzende“) eröffnet die 11. 

Sitzung des Ausschusses für Soziales in der Wahlperiode2008 – 2013 und begrüßt die Mitglieder 

des Ausschusses, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, anwesende Mitglieder der 

Bürgerschaft sowie ein Mitglied des Seniorenbeirates. Der Vorsitzende erklärt, dass er heute für 

Frau Jansen den Ausschussvorsitz in seiner Funktion als stellvertretender Ausschussvorsitzender 

übernehmen wird. Als Vertretung für Frau Jansen wird heute Frau Mundt an der Sitzung 

teilnehmen.

Frau Römer fehlt entschuldigt, für sie wird Herr Riedel an der heutigen Sitzung teilnehmen. Herr 

Kaminski hat sich entschuldigt, für ihn ist Frau Kanuschin anwesend. Für Herrn Köpsell nimmt 

Frau Müller an der Sitzung teil. 

 

 

I.  Öffentlicher Teil  

TOP 1 - Verpflichtung der Ausschussmitglieder, die nicht der Bürgerschaft 

 

              angehören  

   

  Der Vorsitzende verpflichtet Frau Mundt als bürgerliches  Ausschussmitglied per Handschlag 

gem. § 46 (6) der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein und führt sie in ihr Amt ein. 

   

        

                  Der Ausschuss nimmt Kenntnis  

 

          

                   

 

 

  TOP 2 - Feststellung der Beschlussfähigkeit  

 

Der Vorsitzende stellt die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest. 

  

                  Der Ausschuss nimmt Kenntnis  

        

  

 

 

  TOP 3 - Feststellung der Tagesordnung  

 

 

Herr Drozella plädiert dafür, den Tagesordnungspunkt  „Umsetzung Hartz IV“ zukünftig wieder auf 

die Tagesordnung zu setzen. 

Der Vorsitzende bittet darum, diesen Punkt unter TOP 12 „Verschiedenes“ zu diskutieren. 

Herr Drozella ist hiermit einverstanden. 

 

Der Vorsitzende teilt mit, dass eine schriftliche Anfrage von Herrn Klinkel zum Thema 

„Wohngeldzahlungen vorliegt und vor Sitzungsbeginn umverteilt wurde. 

                Der Ausschuss nimmt Kenntnis.

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 3 

 

 

 

  Der Vorsitzende stellt die Tagesordnung fest.  

               

                        

                Der Ausschuss nimmt Kenntnis 

 

  Die Tagesordnung lautet wie folgt: 

 

 

I.  Öffentlicher Teil  Beratungsergebnis  

 

    Kenntnis  Empfehlung  Beschluss  Vertagung 

1.  Verpflichtung der Ausschussmitglieder, die nicht 

der Bürgerschaft angehören 

x       

 

2.  Feststellung der Beschlussfähigkeit  x       

3.  Feststellung der Tagesordnung  x       

4.   Feststellung der Niederschrift Nr.  10 über  

die Sitzung des Ausschusses für Soziales am   

01.09 .2009- 

 

x       

 

5.  Mitteilungen der Vorsitzenden  x       

6.  Berichte          

 

6.1  Einrichtung von Pflegestützpunkten 

- Mündlicher Bericht des Bereiches Soziale Sicherung 

x       

 

6.2  Pflegegesetzbuch II/ 

Selbstbestimmungsstärkungsgesetz 

- Mündlicher Bericht des Bereiches Soziale Sicherung 

 

x       

 

7.  Vorlagen          

  Es liegt nichts vor.         

 

8.  Überweisungsaufträge aus der Bürgerschaft          

  Es liegt nichts vor.          

9.  Mitteilungen aus dem Fachbereich 2          

9.1  Aufstellung nicht erledigter Tagesordnungspunkte   x       

 

10.  Anfragen          

 

10.1  Anfrage Grundsicherung für ältere Menschen 

- Beantwortung einer mündlichen Anfrage von 

  Herrn Böhning aus der Sitzung vom 01.09.2009 

 

x       

 

10.2  Anfrage zum Merkblatt „Vergünstigungen für 

Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger“ 

- Beantwortung einer schriftlichen Anfrage von Herrn Schulz   

  vom 21.09.2009  

 

x       

 

10.3  Anfrage Charta der Rechte für hilfe- und 

pflegebedürftige Menschen 

- Mündlichen Anfrage von Herrn Hoffmann aus der Sitzung 

  vom 01.09.2009  

 

x       

 

  Anfrage Alarmpläne mit Beteiligung des 

Gesundheitsamtes 

- Schriftlichen Anfrage von Herrn Voht vom  

  05.09.2009  

 

x       

 

11.  Anträge der Ausschussmitglieder          

11.1  Merkblatt „Vergünstigungen für 

Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger“ 

 

 

      Antrag 

wurde 

zurück- 

gestellt  

12.  Verschiedenes

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 4 

 

TOP 4 - Feststellung der Niederschrift  

  

  Der Vorsitzende teilt mit, dass zur Niederschrift Nr. 10 über die Sitzung des Ausschusses für 

Soziales am 01.09.2009 weder mündliche noch schriftliche Einwendungen eingegangen sind und 

fragt, ob es Einwände gibt. 

  Es erfolgen keine Einwände.

 

Der Vorsitzende weist darauf hin, dass es in der Niederschrift auf Seite 8 im 5. Absatz nicht 

„Lübeck“, sondern „Lücke“ heißen muss und stellt die Niederschrift fest. 

 

    Die Niederschrift ist damit festgestellt 

 

 

 

  TOP 5 - Mitteilungen der Ausschussvorsitzenden  

5.1  Informationen zur nächsten Sitzung

Der Vorsitzende teilt mit, dass den Ausschussmitgliedern vor Sitzungsbeginn eine Information zu 

den Abgabefristen für die kommende Sitzung umverteilt wurde.  

 

                  Der Ausschuss nimmt Kenntnis 

 

         

 

  TOP 6 – Berichte  

 

6.1   Einrichtung von Pflegestützpunkten

  (Mündlicher Bericht)

Der Vorsitzende teilt mit, dass zu diesem Thema Herr Wulf aus dem Bereich Soziale Sicherung 

berichtet.

Herr Wulf  berichtet, dass der Landesrahmenvertrag nach langwierigen Verhandlungen 

als Grundlage für alle weiteren Planungen Ende August endgültig von allen Beteiligten 

unterzeichnet worden ist. Er enthält u.a. die Darstellung der jeweiligen Aufgabenbereiche 

des Pflegestützpunktes nach §92c SGB XI und der Pflegeberatung nach §7a SGB XI, das 

Anforderungsprofil für die im Pflegestützpunkt tätigen MitarbeiterInnen sowie die 

vereinbarte Pauschalfinanzierung für die Pflegestützpunkte. 

Herr Wulf führt weiter aus, dass die Finanzierung für das erste Halbjahr (Zeitraum 

01.01.200930.06.2009) mittlerweile gem. Absprache im Rahmen einer Festbetrags-

finanzierung von jeweils 30.000,-- € von Land und Kassen erfolgt. Die Finanzierung für 

das zweite Halbjahr (Zeitraum 01.07.200931.12.2009) wird lt. dem o.g. Landes-

rahmenvertrag auf der Basis von 2,5 Stellen und maximal anrechnungsfähigen Kosten pro 

Pflegestützpunkt erfolgen.

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

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Er erklärt weiter, dass positiv zu bewerten ist, dass entsprechend den Vorgaben des 

Landesrahmenvertrages und des damit verbundenen höheren Fremdfinanzierungsanteils 

(je 1/3 Land, Kommune, Pflegekassen) der Anteil der Hansestadt Lübeck im Vergleich zu 

den Vorjahren niedriger ausfallen wird. Bislang lag der Fremdfinanzierungsanteil vom 

Land bei jährlich 81.800,-- €. Nunmehr werden Land und Pflegekassen zusammen mit ca. 

120.000,-- € 2/3 der Finanzierung des Pflegestützpunktes sicherstellen. 

Herr Wulf erklärt, dass als nächster Schritt der sogenannte Stützpunktvertrag mit den 

Pflegekassen vor Ort abgeschlossen werden muss. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit 

der Pflegestützpunkte in Schleswig-Holstein wird zudem z. Z. an einer einheitlichen  

Außendarstellung gearbeitet (Logo etc.).

Zum besprochenen Thema bittet Frau Kaske die Verwaltung - hinsichtlich der misslichen 

Finanzlage der Hansestadt Lübeck - um Kreativität und darum, auf die Wohnungswirtschaft 

hinzuwirken, damit ein Wohnraumberater gefunden und ggf. über Förder- bzw. Projektmittel 

finanziert werden kann.

Herr Senator Halbedel wird die Anregung, eine alternative Finanzquelle zu finden, aufnehmen. 

Der Vorsitzende bittet die Verwaltung, den Ausschuss über den Fortgang der Bemühungen zu 

informieren. Herr Senator Halbedel sagt dies zu.

                Der Ausschuss nimmt den  

                mündlichen Bericht zur Kenntnis  

6.2  Pflegegesetzbuch II/Selbstbestimmungsstärkungsgesetz  

  (Mündlicher Bericht)

Der Vorsitzende teilt mit, dass zu diesem Thema Herr Lippe aus dem Bereich Soziale Sicherung 

berichtet.

Zu dem zum 01.08.2009 in Kraft getretenen Selbstbestimmungsstärkungsgesetz berichtete Herr 

Lippe zu den wesentlichen Inhalten. U. a. geht es um die Verbesserung der Beratung und 

Betreuung pflegebedürftiger und behinderter Menschen. Das Gesetz beinhaltet zudem 

Regelungen zu sogenannten "neuen Wohn- /Pflege- und Betreuungsformen" und die 

Veröffentlichung von Prüfberichten der "Aufsichtsbehörde nach dem Selbstbestimmungs-

stärkungsgesetz" - ehemals Heimaufsicht, Fachbereich 3. 

 

 

Herr Drozella, Herr Lippe und Frau Roggensack sprechen zum Thema Qualitätssiegel. 

Die Frage von Frau Müller, wo die Veröffentlichungen der Heimberichte erscheinen werden, wird 

von Herrn Lippe dahingehend beantwortet, dass zuerst eine Arbeitsgruppe gebildet wird und 

davon auszugehen ist, dass Dinge, wie z. B. Öffentlichkeitsarbeit, dort manifestiert werden. 

Es erfolgt eine Diskussion zu den Planstellen der Heimaufsicht, an der sich Herr Lippe, Herr 

Drozella, Frau Kaske und Herr Senator Halbedel beteiligen. Herr Lippe teilt hierzu mit, dass die 

Aufgabe im Fachbereich 3 angesiedelt ist und Herr Senator Halbedel sagt diesbezüglich zu, die 

Fragen hinsichtlich der Planstellen mit Herrn Senator Geißler zu klären und hierüber zu berichten.  

                Der Ausschuss nimmt den  

                mündlichen Bericht zur Kenntnis

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 6 

 

TOP 7 – Vorlagen  

Es liegt nichts vor.

 

 

  TOP 8 - Überweisungsaufträge aus der Bürgerschaft  

 

Es liegt nichts vor.

 

 

  TOP 9 - Mitteilungen aus dem Fachbereich 2  

 

9.1  Aufstellung nicht erledigter Tagesordnungspunkte  

Der Vorsitzende erläutert, dass sich unter der laufenden Nr. 6 der Liste ein Auftrag „Tilgung der 

Darlehen für Mietkautionen“ aus dem Ausschuss vom 02.06.2009 befindet und in der letzten 

Sitzung des Ausschusses ein Überweisungsauftrag aus der Bürgerschaft zum selben Thema unter 

TOP 8.1 beraten und abgelehnt wurde.

Der Vorsitzende fragt, ob damit der Auftrag an die Verwaltung erledigt ist. 

Herr Böhning erklärt hierzu, dass in der letzten Sitzung gesagt wurde, dass dieser erneute Antrag 

eigentlich überflüssig sei und deshalb mit Enthaltung gestimmt wurde. Der Auftrag an die 

Verwaltung hat sich damit nicht erledigt.

Herr Voht erklärt, dass der Antrag abgelehnt wurde und schlägt vor, den Bereich Recht prüfen zu 

lassen, welche Beschlussfassung Gültigkeit hat.

Herr Senator Halbedel sagt eine Prüfung zu.

Der Vorsitzende weist auf die laufende Nr. 5 der Liste hin, darauf, dass es sich um seinen eigenen 

Antrag handelt und möchte wissen,  warum hierzu noch keine Berichterstattung erfolgen konnte.  

Herr Schlichting teilt hierzu mit, dass er selbst gerne schon abschließend berichtet hätte, sich der 

Bericht aber noch im Abstimmungsverfahren mit anderen Fachbereichen befindet. 

Herr Senator Halbedel sagt zu, dass auf jeden Fall eine Sachstandsmitteilung erfolgt, falls im 

nächsten Ausschuss noch nicht berichtet werden kann. 

                                                            

                                                       

                  Der Ausschuss nimmt Kenntnis

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 7 

 

       

  9.2  Zentrale Anlaufstelle Integration 

  Herr Senator Halbedel teilt mit, dass der Auftrag, der sich aus dem Bürgerschaftsbeschluss vom 

  24.09.2009  bzgl. Zentraler Anlaufstelle Integration und Partizipation von MigrantInnen ergeben 

  hat, an den Fachbereich 2 übertragen wurde. Er führt weiter aus, dass es sich um eine Stabsstelle 

  handeln wird, die auch räumlich bei ihm angesiedelt wird. Die personelle Besetzung wird in der 

  nächsten Woche feststehen. Weiter teilt er mit, dass nach Umsetzung umgehend alle Beteiligten, 

  wie Mitglieder des Runden Tisches und Mitglieder des Forums informiert werden. 

 

Herr Hoffmann bedankt sich für die schnelle Umsetzung und dankt den beteiligten Fraktionen und 

MigrantInnenvertreterInnen. Er erklärt weiter, dass hiermit Bürgerrechte gestärkt werden und 

erklärt, dass seine Fraktion erfreut darüber ist, dass die MigrantInnen jetzt Partizipationsrechte in 

der Bürgerschaft erhalten.

Herr Senator Halbedel erklärt hierzu, dass es sich bei den Stellen für die einzurichtende 

Stabsstelle nicht um neue Stellen handeln wird, sondern das Personal aus dem „Bestand“ 

eingesetzt wird.

 

                  Der Ausschuss nimmt Kenntnis   

 

 

 

9.3   Modellvorhaben „Soziale Stadt“

Hierzu erläutert Herr Wulf, dass im Rahmen des Förderprogramms "Modellvorhaben 

Soziale Stadt/Buntekuh" die Arbeiterwohlfahrt (Kreisverband Lübeck) Fördermittel für ein 

Modellprojekt zur "Schaffung einer Koordinierungs- und Informationsstelle für 

SeniorInnenangelegenheiten in Buntekuh" beantragt hatte. Dem Antrag wurde seitens 

des Innenministeriums des Landes Schleswig-Holstein nicht entsprochen. Er erklärt, dass 

dies bedauerlich ist, da mit dem geplanten Projekt eine innovative Handlungsempfehlung 

des Gesamtkonzeptes Leben und Wohnen im Alter  hätte erprobt werden können. 

Fragen von Herrn Voht beantwortet Frau Scharrenberg dahingehend, dass es sich bei dem 

abgelehnten Projekt um ein nicht investives Projekt handelt. Bei dem laufenden Projekt Soziale 

Stadt handelt es sich um investive Maßnahmen. Dieses Projekt liegt in der Federführung vom 

Fachbereich 5. 

                  Der Ausschuss nimmt Kenntnis 

 

 

9.4  Mietspiegel

Frau Scharrenberg berichtet, dass der Arbeitskreis Mietspiegel am 28.09.2009 getagt hat und es 

inhaltlich um die Kostenbeteiligung und die weitere Vorgehensweise ging. 

Sie teilt mit, dass bisher ca. 25.000,00 € über die Interessenverbände zugesichert wurden, 

benötigt werden allerdings 40.000,00 €. Aus diesem Grund werden jetzt die größeren privaten 

Vermieter und Stiftungen angeschrieben. Das weitere Vorgehen wird dann in der kommenden 

Sitzung des Arbeitskreises Mietspiegel erörtert.

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 8 

 

  

Herr Klinkel erklärt, dass bereits diskutiert wird, dass 80.000,00 € als Gesamtsumme für die 

Erstellung des Mietspiegels nicht ausreichen werden und mit einer Summe von  

90.000,00 bis 100.000,00 € zu rechnen ist. Diese Summe müsste dann auch im Haushalt 

festgelegt werden.

Herr Senator Halbedel erklärt, dass dies ggf. berücksichtigt werden muss. Er erläutert weiter,  

dass es ein „Knackpunkt“ sein kann, dass die finanzielle Beteiligung der Interessenverbände nicht 

ausreichen wird, hierzu wird aber berichtet werden. 

Herr Klinkel führt aus, dass doch bereits dadurch Geld gespart wurde, dass der qualifizierte 

Mietspiegel in diesem Jahr nicht erschienen ist. 

Frau Kaske fragt, ob es in den Vorjahren nicht auch so war, dass die Summe durch die Stadt 

ausgeglichen wurde, wenn die 50%ige Beteiligung nicht erreicht werden konnte. 

Herr Halbedel bestätigt die Aussage und erklärt, dass der Mietspiegel trotzdem erstellt wurde. Aus 

diesem Grund sollen auch die größeren privaten Vermieter und Stiftungen angesprochen werden.  

                Der Ausschuss nimmt Kenntnis 

 

 

TOP 10 – Anfragen  

 

10.1  Grundsicherung für ältere Menschen

Der Vorsitzende teilt mit, dass die Anfrage von Herrn Böhning aus der letzten Sitzung des 

Ausschusses heute durch Herrn Schlichting aus dem Bereich Soziale Sicherung beantwortet wird. 

Herr Schlichting führt aus, dass 2006 3.622 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter 

bekommen (SGB XII) haben. 2008 waren es bereits 4.096 Personen. Für 2009 werden für Lübeck 

4.250 Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherungsleistungen im Alter prognostiziert. 

Von 2006 bis 2009 ist somit ein Anstieg von insgesamt 628 Personen bzw. 17 % zu verzeichnen. 

Von 2008 auf 2009 flacht die Kurve des Anstiegs aller Voraussicht nach etwas ab, weil 

insbesondere durch das aktuelle Wohngeldrecht eine ansonsten gegebene Hilfebedürftigkeit 

entfallen ist bzw. entfällt. Festzuhalten bleibt aber, dass durch Erreichen der Altersgrenze 

Personen, die bisher Hartz IV - Leistungen bezogen haben, nunmehr wieder in das 

Transfersystem des SGB XII überführt werden und u.a. deshalb ein kontinuierlicher Anstieg der 

Fallzahlen der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherungsleistungen im Alter gem. 

SGB XII zu verzeichnen sein wird.  

 

 

 

 

              Der Ausschuss nimmt Kenntnis

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 9 

 

 

10.2  Merkblatt „Vergünstigungen für Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger“ 

   

Der Vorsitzende teilt mit, dass seine schriftliche Anfrage vom 21.09.2009 heute durch Herrn Lippe  

aus dem Bereich Soziale Sicherung beantwortet wird. 

Zur Anfrage von Herrn Schulz berichtet Herr Lippe, dass das Merkblatt sich im Verfahren vor der 

gemäß Bürgerschaftsbeschluss notwendigen Abstimmung befindet, insbesondere mit der Arge der 

freien Wohlfahrtsverbände und der S.O.S.

.

              Der Ausschuss nimmt Kenntnis. 

      

 

 

10.3  Charta der Rechte für hilfe- und pflegebedürftige Menschen 

Der Vorsitzende teilt mit, dass diese mündliche Anfrage von Herrn Hoffmann aus der letzten 

Sitzung des Ausschusses heute von Frau Roggensack aus dem Bereich SeniorInneneinrichtungen 

beantwortet wird.

Frau Roggensack teilt mit, dass sie nur für den Bereich SeniorInneneinrichtungen sprechen kann 

und die Charta keine personellen und finanziellen Auswirkungen für den Bereich 

SeniorInneneinrichtungen hat.

Frau Roggensack erläutert weiter, dass die Charta in das Leitbild der SeniorInneneinrichtungen 

eingearbeitet wurde und deren Umsetzung bereits Alltagsgeschäft ist. Weiter erklärt sie, dass  

aus fachlicher Sicht die Charta durch die Hansestadt Lübeck unterzeichnet werden könnte. 

Herr Senator Halbedel regt an, einen Bürgerschaftsauftrag zu stellen, da hiervon auch andere 

Fachbereiche betroffen sind.  

                Der Ausschuss nimmt Kenntnis  

10.4  Alarmpläne mit Beteiligung des Gesundheitsamtes 

Der Vorsitzende teilt mit, dass diese schriftliche Anfrage von Herrn Voht vom 05.09.2009  durch 

Herrn Hinselmann beantwortet wird.

Herr Hinselmann erklärt, dass es 2 Alarmpläne gibt, an dem das Gesundheitsamt beteiligt ist. 

1.  Katastrophenschutzplan -  dieser Plan wurde im Februar 2009 aktualisiert 

2.  Seuchenalarmplan  -  dieser Plan wurde im Juni 2003 aktualisiert. Zurzeit ist eine  

        Aktualisierung aufgrund des Personalengpasses im Gesundheitsamt 

        nicht möglich.

Herr Hinselmann teilt mit, dass die Erstellung eines Alarmplanes Pandemie-Lagen geplant ist,  

aber auch aufgrund der personellen Engpässe bisher nicht möglich ist. 

                Der Ausschuss nimmt Kenntnis

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 10  

 

 

  Wohngeldzahlungen 

Der Vorsitzende teilt mit, dass vor Sitzungsbeginn eine Anfrage von Herrn Klinkel zum  

Thema „Wohngeldzahlungen“ umverteilt wurde.

Der Vorsitzende fragt die Verwaltung, ob die Anfrage in der heutigen Sitzung beantwortet werden 

kann.

Herr Schlichting erklärt, dass die Anfrage aufgrund ihrer Kurzfristigkeit erst in der nächsten Sitzung 

beantwortet werden kann.

Der Vorsitzende teilt mit, dass die Anfrage auf die nächste Tagesordnung genommen wird. 

 

 

TOP 11 – Anträge der Ausschussmitglieder  

 

 

11.1  Merkblatt „Vergünstigungen für Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger“ 

Das Ausschussmitglied Herr Schulz stellt folgenden Antrag: 

Der Bürgermeister wird gebeten,

dafür zu sorgen, dass das in der Sitzung der Bürgerschaft am 28.05.2009 auf einen Antrag der 

CDU-Fraktion hin beschlossene Merkblatt »Vergünstigungen für Hilfeempfängerinnen und 

Hilfeempfänger« einen ausdrücklichen Absatz zur Möglichkeit der darlehensweisen Übernahme 

von Mietkautionen enthält, in dem insbesondere auf die Freiwilligkeit der Tilgung eines solchen 

Darlehens während des Leistungsbezuges hingewiesen wird. 

Der Vorsitzende begründet seinen Antrag und erklärt, dass deutlicher auf die Freiwilligkeit der 

Tilgung hingewiesen werden muss.

Herr Klinkel befürwortet den Antrag.

Herr Drozella erklärt, dass der betroffene Personenkreis bereits im Vorwege über die Freiwilligkeit 

informiert werden müsste, er spricht sich gegen die Aufnahme im Merkblatt aus. 

Frau Kaske spricht sich ebenfalls gegen den Hinweis im Merkblatt aus. 

Herr Böhning schlägt vor, dass das Merkblatt als Entwurf dem Ausschuss entgegengebracht wird 

und schlägt Herrn Schulz vor, den Antrag bis zur Vorlage des Entwurfes zurückzustellen. 

Herr Voht erklärt, dass die Thematik in den ARGE-Beirat gehört und teilt mit, dass er dem 

Antrag von Herrn Schulz zustimmt, da dies zur Vollständigkeit des Merkblattes gehört. 

 

            

Der Vorsitzende stellt seinen Antrag bis zur Vorlage des Entwurfs des Merkblattes zurück.

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 11  

 

TOP 12 – Verschiedenes  

           

12.1  ARGE-Beirat

Herr Drozella teilt mit, dass er sich weiterhin eine aktuelle Berichterstattung der ARGE im 

Ausschuss wünscht.

Herr Klinkel plädiert ebenfalls dafür den Tagesordnungspunkt wieder regelmäßig auf die 

Tagesordnung zu nehmen. Er erläutert, dass die Sitzungen des ARGE-Beirats nichtöffentlich sind 

und er selbst somit auch nicht öffentlich über die Ergebnisse der Sitzung berichten kann. 

Herr Voht erklärt, dass keine Doppelstrukturen geschaffen werden sollten. Er bittet abzuwarten, da 

der Beirat erst zweimal getagt hat und schlägt vor, dass der Vorstand des Beirates 1/4jährlich im 

Ausschuss berichten könnte.

Der Vorsitzende teilt mit, dass er mit einem öffentlichen Beirat gerechnet hat und ebenfalls der 

Meinung ist, dass die Thematik im Ausschuss bleiben muss. 

Herr Senator Halbedel äußert seine Verwunderung über die vorgetragenen Meinungen und erklärt, 

dass im Ausschuss mehrfach besprochen wurde, dass der Ausschuss als Gremium nicht ausreicht 

und deshalb ein Beirat gegründet wurde. Weiter führt er aus, dass im Ausschuss weiterhin die 

Kosten der Unterkunft beraten werden könnten, aber über alle Bundesangelegenheiten im Beirat 

gesprochen wird und der Bund bzw. die Agentur sich weigern würde, im Ausschuss zu erscheinen 

und zu berichten. Lediglich Frau Borso kann verpflichtet werden, im Ausschuss zu berichten, sie 

kann aber nicht über Bundesangelegenheiten sprechen. Er führt weiter aus, dass diese Tatsache 

auch der Mehrheit der Bürgerschaft bekannt war und  erklärt, dass er eine Doppelstruktur ablehnt.  

Herr Drozella äußert seinen Unmut über die Zusammensetzung des Beirates und teilt mit, dass er 

selbst als Vertreter im Beirat wohl ausscheiden wird, damit sich zukünftig ein echter Betroffener für 

seine Fraktion dort einbringen kann.

Frau Kaske erklärt, dass im Ausschuss alle gewusst haben, wie es mit der Berichterstattung laufen 

wird. Der Beirat ist ein demokratisch beschlossenes Gremium mit einer demokratisch 

beschlossenen Geschäftsordnung. Weiter führt sie aus, dass die CDU sich zuerst mit dem Beirat 

sehr schwer getan hat. Sie erklärt, dass im Beirat alle Fraktionen vertreten sind und so die 

Präsenz der Politik immer sichergestellt ist. Weiterhin schlägt sie vor, die Möglichkeit zu prüfen, 

die Berichte, die dem Beirat zur Verfügung gestellt werden, auch dem Ausschuss zur Verfügung 

zu stellen.

Herr Klinkel teilt mit, dass es letztendlich darum geht, den betroffenen Bürgern zu helfen und hier 

eine Unterstützung durch den Ausschuss erfolgen sollte. 

Herr Böhning erklärt, dass er sich den Beirat nicht als Geheimbund vorgestellt hat und vielleicht 

die Initiative ergriffen werden müsste, diesen Zustand abzuändern. Er unterstützt den Vorschlag 

von Frau Kaske, und bittet darum, diesen Vorschlag weiterzuverfolgen. 

Herr Senator Halbedel teilt mit, dass er die genannten Einwände, die die öffentliche Darstellung 

betreffen, nachvollziehen kann und dass er die vorgebrachten Bedenken der Mitglieder des 

Ausschusses im Beirat vortragen wird. 

 

 

Herr Klinkel äußert noch einmal seinen Unmut über die Zensur der Berichterstattung. 

Herr Senator Halbedel teilt mit, dass die erste echte Sitzung des ARGE-Beirates am 30.11.2009 

stattfindet und unterstreicht noch einmal, dass die Problematik „Öffentlichkeit“ geregelt werden 

sollte.

Herr Drozella beantragt den Schluss der Debatte.

                Der Ausschuss ist einverstanden

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 12  

 

12.2  Haus der Kulturen/Interkulturelle Begegnungsstätte (IKB) 

 

Herr Hoffmann äußert die Bitte, die IKB/Haus der Kulturen zur nächsten Sitzung einzuladen, um 

die Arbeit des Hauses vorzustellen.

Herr Drozella erklärt, dass bereits alle Lübecker Parteien von der IKB eingeladen waren, um sich 

direkt im Haus der Kulturen über die dortige Arbeit zu informieren. 

Der Vorsitzende erklärt, dass im Ausschuss trotzdem berichtet werden kann. 

Herr Hoffmann untermauert noch einmal, dass er sich die Vorstellung der IKB im Ausschuss 

wünscht.

Im weiteren Verlauf der Diskussion teilt Herr Voht mit, dass er den Wunsch von Herrn Hoffmann 

unterstützt, die IKB einzuladen.

Der Vorsitzende erklärt, dass die IKB durch die Mitglieder des Ausschusses eingeladen wird, da 

die Mehrheit des Ausschusses für eine Einladung ist. 

 

           

Der Ausschuss ist mehrheitlich einverstanden  

  

               

12.3  Therapiezentrum Behnckenhof 

 

 

Frau Kaske teilt mit, dass hier ein Defizit von 168.000,00 € besteht, auch wenn das 

Therapiezentrum geschlossen wird. Sie erläutert, dass der Bereich Schwimmbäder das 

Therapiezentrum gerne nach St. Lorenz verlagern möchte und möchte wissen, wie es weitergehen 

soll und ob der Bereich SeniorInneneinrichtungen sich schon Gedanken darüber gemacht hat, was 

mit den Räumlichkeiten passieren soll bzw. ob evtl. ein Ausbau für Wohnen mit Service erfolgen 

könnte?

Herr Böhning erläutert, dass das Therapiezentrum Behnckenhof seit 15 Jahren Thema im 

Ausschuss ist und diese Überlegungen alle schon einmal angestellt wurden. 

Frau Kaske verweist in diesem Zusammenhang auf das Projekt Leben und Wohnen im Alter und 

erklärt, dass „Wohnen mit Schwimmbad“ vielleicht eine neue Wohnform hierfür sein und eine 

Frischzellenkur für den Behnckenhof dienlich sein könnte, um auf dem Markt zu bestehen. 

Frau Roggensack erklärt, dass der Mietvertrag mit Pirelli bis 2027 besteht. Sie erläutert weiter, 

dass durch einen Umbau, der viel Geld kosten würde, die Mieten für Betreutes Wohnen oder einer 

anderen Wohnform unverhältnismäßig hoch wären. Zum jetzigen Zeitpunkt besteht Pirelli auf die 

Einhaltung des Mietvertrages, hinsichtlich der Mietehöhe für das Pflegeheim werden aber noch 

Gespräche geführt. Weiterhin führt sie aus, dass im Falle einer Schließung des Therapiezentrums 

der Bereich SeniorInneneinrichtungen nicht die Miete und die Nebenkosten übernehmen kann. 

Diese Kosten wären von der Hansestadt Lübeck zu tragen.

 

 

Niederschrift 11/ 2008 – 2013 über die Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.10.2009 

 

Seite 13  

 

12.4  Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein 

Herr Klinkel schlägt vor, die Bürgerbeauftragte traditionell wieder in die Sitzung des Ausschusses 

einzuladen.

Es wird sich darauf verständigt, den nächsten Bericht der Bürgerbeauftragten abzuwarten. 

 

 

 

12.5  Jahresabschlusssitzung des Ausschusses für Soziales in einem  

  der städtischen Alten- und Pflegeheime

Herr Drozella regt an, das gemeinsame Weihnachtsessen in der Dezember-Sitzung zusammen mit  

den HeimbewohnerInnen vor Ort einzunehmen.

              

12.6  Sozialstation Moisling

Herr Drozella weist auf einen Bericht im Jugendhilfeausschuss hin, der sich mit der Situation in der 

Sozialstation Moisling befasst und schlägt vor, die Problematik einmal gemeinsam zu erörtern. 

Herr Böhning erläutert, dass diese Angelegenheit Thema des Jugendhilfeausschusses ist. 

Herr Drozella fragt, ob ihm der Bericht zur Verfügung gestellt werden könnte. 

Herr  Böhning  schlägt  Herrn  Drozella  vor,  den  Vorsitzenden  des  Jugendhilfeausschusses  direkt 

anzusprechen.

Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 17.30 Uhr.

Ende der Sitzung: 17:30 Uhr        

 

 

          

      

   

Stellv. Ausschussvorsitzender

          (Jens Schulz) 

Protokollführerin

(Christiane Nimz)