Auszug - Importierte Niederschrift  

Ausschuss für Sicherheit und Ordnung und Polizeibeirat
TOP: Ö 1
Gremium: Ausschuss für Sicherheit und Ordnung und Polizeibeirat Beschlussart: (offen)
Datum: Mo, 07.09.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: Anlass: Sitzung
 
Beschluss


Fachbereich 3 – Umwelt, Sicherheit und Ordnung       Lübeck, 24.09.2009 

 

NIEDERSCHRIFT 

 

öffentlicher Teil 

 

über die Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung 

und Polizeibeirat 

am Montag, 07.09.2009 um 16:00 Uhr 

 

Nr. 08 (Wahlperiode 2008/2013) 

Beginn der Sitzung:    16:00 Uhr

Ende der Sitzung:    17:50 Uhr

 

 

Tagungsort:     Verwaltungszentrum Mühlentor, Kronsforder Allee 2-6,  

Haus Trave, 7.OG, Großer Sitzungssaal, 23560 Lübeck 

         

Anwesende

Ausschussmitglieder:

als Vorsitzender:    Herr Stier, FDP

        Herr Hinrichs, CDU

        Herr Mauritz, CDU   

Frau Schneider, CDU 

Frau Stockfisch, CDU

Herr Zahn, CDU

Herr Friedrichsen, SPD 

Herr Hoffmann, SPD

Herr Welsch, SPD

Herr Martens, Die Linke

Herr Dedow, Bürger für Lübeck

Herr Möller, Bü90/ Die Grünen

Herr Ollrogge, SPD 

 

Senator:       Herr Geißler 

 

 

Vertreterinnen und

Vertreter der Bereiche:    Frau Neitzke      Fachbereichscontrolling 

  Herr Hopp      Fachbereichsdienste

  Frau Wöhlk      Meldstelle

  Frau Blank      Meldestelle

  Herr Dr. Müller-Buder    Gewerbeangelegenheiten 

   Herr Siegrist       Verkehrsangelegenheiten 

   Herr Bäth      Feuerwehr

 

  Herr Gaul     Stadtfeuerwehrverband  

    Herr Muhs      Personalrat Feuerwehr 

    Herr Mahnkopf     Stadtwald

    Herr Ohlow                       Verkehrsangelegenheiten 

       

Als Protokollführerin:  Frau Meinecke       Fachbereichsdienst 

       

Seniorenbeirat:   Frau Pruß 

Abwesende 

Ausschussmitglieder:  Herr Koch, FDP 

        Frau Hettner-Knöckel, SPD 

 

         

Öffentlichkeit :     Mehrere Personen der Öffentlichkeit

 

 

 

Tagesordnung 

I. Öffentlicher Teil der Sitzung    Beratungsergebnis 

  Kennt-

nis 

Empfeh-

lung 

vertagt 

 

1. Feststellung der Beschlussfähigkeit 

2. Feststellung der Tagesordnung

3. Feststellung der Niederschrift über die Sitzung des Ausschusses für  

Sicherheit und Ordnung und Polizeibeirat vom 08.06.2009

 

                                                                                                                                        

                                                                                                       

 

4. Mitteilungen 

4.1 Mitteilungen des Ausschussvorsitzenden 

4.2 Mitteilungen der Fachbereichsleitung 

4.2.1 Umgang der Feuerwehr mit der neuen Grippe

4.3 Beantwortung von Anfragen

4.3.1 Bauarbeiten Beckergrube/ Wegfall Anwohnerparkplätze 

4.3.2 Bauarbeiten Beckergrube/ Alternativparkplätze Untertrave 

4.3.3 Verfahren bei Falschparkern (Anwohnerparkplatz) 

5. Aktuelles aus der Bürgerschaft 

6. Überweisungen aus der Bürgerschaft 

6.1 Kriminalpräventionsarbeit der Hansestadt Lübeck 

6.2 Arbeitsgruppe zur Nazidemo 2010

7. Anträge 

7.1 Kontrollen zum Waffengesetz in Lübeck (Hr. Hoffmann) 

7.2 Parken auf Behindertenparkplätzen (Hr. Hoffmann) 

7.3 Parken für Anwohner (Hr. Hoffmann)

8. Vorlagen

8.1 Erweiterung des begünstigten Personenkreises für die Gewährung eines  

      Einmaligen Begrüßungsgeldes von 100 €

8.2 Zusammenlegung von Stadtteilbüros

                                                                                                    

9. Berichte 

9.1 Zwischenbericht 1/2009 über Veränderungen gegenüber dem Produkthaus-

 

 

      haltsplan 2009 (Ordnungsbereiche)

9.2 Prüfaufträge für Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen   hier : Struktur- 

      Optimierung Freiwillige Feuerwehr

9.3 Prüfaufträge für Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen   hier:  Zusammenle-

gung

      von Stadtteilbüros   

9.4 Demonstrationen durch den Herrentunnel

10. Neue Anfragen und Verschiedenes 

II. Nichtöffentlicher Teil der Sitzung

 

  

11. Feststellung der Niederschrift (Nichtöffentlicher Teil) über die Sitzung 

des Ausschusses vom 08.06.2009                                               

                                     

 

12. Mitteilungen

12.1 Zwischenbericht Tierpark Lübeck

13. Beantwortung von Anfragen

 

 

 

 

 

 

 

X

X

 

X

 

X

X

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

X

 

 

 

14. Anträge  

15. Vorlagen

15.1 Gelände des Tierparks Lübeck

15.2 Beschaffung einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage zur 

        Installation  im St.-Jürgen-Ring

16. Neue Anfragen und Verschiedenes

III. Öffentlicher Teil der Sitzung

 

  

17. Bekanntgabe der im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gefassten Be-

schlüsse 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I. Öffentlicher Teil der Sitzung 

Herr Stier begrüßt die Ausschussmitglieder. 

TOP 1 – Feststellung der Beschlussfähigkeit 

 

Herr Stier stellt die Beschlussfähigkeit des Ausschusses fest.  

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis .  

TOP 2 – Feststellung der Tagesordnung 

 

Herr Stier schlägt folgende Änderungen der Tagesordnung vor: 

  Der Gast Herr Georg (Geschäftsführer Kriminalpräventiver Rat) ist  

verhindert. - Verschiebung des TOP 6.1 auf die Sitzung im Oktober 

  Beantwortung der Anfrage von Herrn Hoffmann (Einbruch in den Tierpark Lübeck) 

-Verschiebung auf die Sitzung im Oktober zum Polizeibeirat 

  Zusammenlegung der TOP´s zum Thema Tierpark Lübeck (12.1/15.1)  

  Zusammenlegung der TOP´s zum Thema Zusammenlegung von Stadtteilbüros 

(8.2/9.3) 

 

 

 

Der Ausschuss beschließt die geänderte Tagesordnung einstimmig.   

TOP 3 – Feststellung der Niederschriften über die Sitzungen des Ausschusses 

 

für Sicherheit und Ordnung und Polizeibeirat vom 06.08.2009                                                                                   

 

 

Der Ausschuss stellt die Niederschrift durch einstimmigen Beschluss fest.   

 

 

TOP 4 – Mitteilungen 

TOP 4.1 – Mitteilungen des Ausschussvorsitzenden 

Es liegt nichts vor.

TOP 4.2 – Mitteilungen der Fachbereichsleitung

 

 

 

TOP 4.2.1 Umgang der Feuerwehr mit der neuen Grippe 

Herr Geissler berichtet, dass sich auch die Feuerwehr auf die neue Grippe (Schweine-

grippe) vorbereitet habe.

Herr Bäth teilt mit, dass die Feuerwehr für den Fall einer Ausbreitung der neuen Grippe 

die Anzahl der Impfdosen mit Tamiflu von 500 auf 1.000 verdoppelt habe und Not-

Dienstpläne erstellt worden seien. Weiterhin arbeite die Feuerwehr in einer Arbeitsgrup-

pe mit dem Gesundheitsamt und dem Robert-Koch-Institut eng zusammen. Zusätzlich 

sei ein Merkblatt mit generellen Verhaltensregeln an die Feuerwehrleute verteilt worden, 

in dem z.B. von Körperkontakt wie Händeschütteln abgeraten werde.  

Auf Anfrage von Herrn Zahn antwortet Herr Bäth, dass eine entsprechende Impfung 

freiwillig sei.

Herr Zahn weist darauf hin, dass allgemein empfohlen werde, bis zu 14 Tage nach einer 

Impfung körperliche Arbeit zu meiden.

Herr Bäth sichert zu, sich darüber zu erkundigen.

 

 

                                                                                          Der Ausschuss nimmt Kenntnis  

TOP 4.3 – Beantwortung von Anfragen 

4.3.1 Bauarbeiten Beckergrube/ Wegfall Anwohnerparkplätze 

Herr Hoffmann stellte folgende Anfrage:  Wie viele Parkplätze für Anwohner der Innen-

stadt fallen durch die Bauarbeiten in der Beckergrube weg und über welchen Zeit-

raum?

Herr Geißler trägt die Antwort des Bereiches Verkehr vor: 

Im Einmündungsbereich Ellerbrook Ecke Beckergrube seien für die Sicherung der Baustel-

lenzufahrt ca. 4 Bewohnerparkplätze temporär weggefallen. Im Zeitraum von Montag bis 

Freitag jeweils 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr sei für diesen Bereich ein absolutes Haltverbot ein-

gerichtet worden.

Das bedeute, dass ab 19:00 Uhr bis 07:00 Uhr jeweils von Montag bis Freitag und am Wo-

chenende dort Bewohner uneingeschränkt parken dürften. 

Im weiteren Verlauf der Straße Ellerbrook fänden zeitgleich Tiefbauarbeiten (Verlegung von 

Kabeln für die Stadtwerke, sowie Entwässerungsmaßnahmen für die Entsorgungsbetriebe) 

statt. Dadurch würden unweigerlich weitere Bewohnerparkplätze zeitweise wegfallen. Die 

Straßenverkehrsbehörde sei selbstverständlich bemüht, diese Anzahl der wegfallenden 

Plätze so gering wie möglich zu halten.

                            

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.  

 

4.3.2 Bauarbeiten Beckergrube/ Alternativparkplätze Untertrave 

Herr Hoffmann stellte folgende Anfrage:  Gibt es Möglichkeiten Alternativparkplätze an der 

Untertrave für den Bebauungszeitraum zu gestalten?

Wenn nicht, weshalb?

Wenn ja, gibt es die Möglichkeit an der Untertrave, einen Teil der Parkplätze zur Verfügung 

zu stellen über den Bebauungszeitraum?

Herr Geißler trägt die Antwort des Bereiches Verkehr vor:  

Es könne nur wiederholt gesagt werden, dass es bei Baumaßnahmen- insbesondere auf der 

Altstadtinsel- keine Möglichkeit des Ausgleiches für wegfallende Bewohnerparkplätze gebe. 

Herr Hoffmann gibt zu bedenken, dass diese Vorgehensweise nicht bürgerfreundlich sei und 

der zuständige Bereich bessere Möglichkeiten ausarbeiten solle.

 

 

 

Herr Geißler teilt mit, dass diese Anregung an den Bereich Verkehr-

Straßenverkehrsbehörde weitergegeben werde. 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.  

 

4.3.3 Verfahren bei Falschparkern (Anwohnerparkplätze) 

Anfrage:  Wie ist die Praxis bei Falschparkern, die keinen Anwohnerausweis besitzen und 

auf den Parkplätzen für Anwohner parken? Wann wird in der Regel abgeschleppt? 

Herr Ohlow trägt Folgendes vor:  

„Der Ordnungs- und Verkehrsdienst erteilt zur Zeit gebührenpflichtige Verwarnungen, wenn 

Unberechtigte auf Bewohnerparkplätzen parken.

Sowohl auf den durch Zeichen 314/315 (Parkplatz für Bewohner) als auch durch Zeichen 

286 (eingeschränktes Haltverbot mit Zusatz „Bewohner frei“) gekennzeichneten Flächen 

werden folgende Verwarnungsgelder festgesetzt:

Grundtatbestand        15,-- Euro

Parken länger als 1 bzw. 3 Stunden  25,-- Euro

Sofern eine Behinderung festgestellt werden sollte, kann das Verwarnungsgeld um jeweils 

10,-- Euro erhöht werden.

Insgesamt werden pro Jahr in diesen Fällen ca. 17.500 Verwarnungen mit einem Gesamt-

aufkommen von ca. 270.000,-- Euro erteilt.

Zum Abschleppen von  unberechtigt  parkenden Fahrzeuge von Bewohnerparkplätzen hat 

der Ordnungs- und Verkehrsdienst eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes von 

1995 (11 B 34.95) zu berücksichtigen:

,Einen Verstoß (gegen die StVO) für sich genommen stets als hinreichende Rechtfertigung 

für ein Abschleppen ausreichen zu lassen, stünde mit dem bundesrechtlichen Verhältnis-

mäßigkeitsgrundsatz, dem Verfassungsrang zukommt und der die Erfordernisse der Geeig-

netheit, der Erforderlichkeit, des geringsten Eingriffs und der Verhältnismäßigkeit im enge-

ren Sinne umfasst, nicht in Einklang. Auch allein auf eine bloße Vorbildwirkung des fehler-

haften Verhaltens und allein auf den Gesichtspunkt der Generalprävention wird sich die Be-

hörde nicht berufen können.´

Das OVG Hamburg  hat am 11.2.2002 (3 BF 237/00) ausgeführt: 

,Im Hinblick auf die Dauer des Verkehrsverstoßes war die von der Beklagten verfügte Er-

satzvornahme auch nicht unverhältnismäßig …. wenn ein Fahrzeug über mehr als 12 Stun-

den die den allein berechtigten Anwohnern …. vorbehaltene Parkmöglichkeit beeinträchtigt´  

(im vorliegenden Fall handelte es sich um Bewohnerparkplätze in unmittelbarer Nähe zum 

Flughafen Fuhlsbüttel)

In Lübeck wurden bisher keine Fahrzeuge von Bewohnerparkplätzen geschleppt, da diese 

Maßnahme bislang regelmäßig als unverhältnismäßig angesehen werden musste. 

Eine Verweildauer von mehr als 12 Stunden ist den Verkehrsteilnehmern in den seltensten 

Fällen nachzuweisen.

Sofern dieser Nachweis gelänge, wäre zudem eine Behinderung von Bewohnern nachzu-

weisen. Dies gelingt in der Regel nicht, da die Bewohner in Lübeck die Berechtigung erhal-

ten, in einem mehrere Straßenzüge umfassenden Gebiet zu parken. Nur wenn in diesen

 

 

 

Straßenzügen tatsächlich kein freier Parkplatz wäre, wäre das Abschleppen wohl verhält-

nismäßig. 

Allerdings könnte Bewohnern in Einzelfällen dann auch zugemutet werden, ggf. auf freie 

Parkplätze im Umfeld (PP Kanalstrasse, An der Untertrave usw.) auszuweichen.“ 

 

               

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.  

TOP 5 – Aktuelles aus der Bürgerschaft 

 

Es liegt nichts vor.  

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.  

 

TOP 6 – Überweisungen aus der Bürgerschaft 

 

TOP 6.1 – Kriminalpräventionsarbeit der Hansestadt Lübeck 

Siehe TOP 2

TOP 6.2 – Arbeitsgruppe zur Nazidemo 2010 

 

Sitzung der Bürgerschaft am 16.07.2009

-------------------

Die Bürgerschaft hat zu Punkt 4.4 mit Drs. Nr. 908 den nachstehend interfraktionellen  

Antrag der Fraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke mit Mehrheit angenom-

men:

(Arbeitsgruppe zur Nazidemonstration 2010)

Der Bürgermeister wird beauftragt, im Zusammenwirken mit dem Ausschuss für Sicherheit 

und Ordnung das breite Bündnis gegen die geplante Neo-Nazi-Demonstration aus dem Jah-

re 2008 wieder zu beleben.

In diesem Bündnis sollen Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Justiz und Polizei sowie die 

Fraktionen der Bürgerschaft zusammenarbeiten, insbesondere das seit 4 Jahren bestehende 

Bündnis „WIR KÖNNEN SIE STOPPEN!“

Herr Geißler stellt fest, dass der Ausschusses entscheiden müsse,  welche Teilnehmer ein-

geladen würden.

Herr Zahn schlägt vor, einen Vertreter pro Fraktion in die Arbeitsgruppe zu entsenden. 

Auf Nachfrage von Herrn Möller erläutert Herr Geißler, dass die Aufgabe der Verwaltung in 

der Arbeitsgruppe das Versenden der Einladungen, die Koordinierung der Zusammenarbeit 

mit der Polizei, das Abfordern von Informationen und die Klärung rechtlicher Sachverhalte 

sei. 

Herr Hinrichs erläutert, dass die CDU Fraktion im Grundsatz gegen eine Teilnahme des 

Bündnisses “WIR KÖNNEN SIE STOPPEN!“ sei. Man könne sich jedoch damit einverstan-

den erklären, wenn sichergestellt sei, dass auch das Bündnis nur einen Vertreter stelle.  

Herr Stier erklärt, dass die FDP ebenfalls Vorbehalte gegen das Bündnis habe, jedoch mit 

dem vorgeschlagenen Kompromiss einverstanden sei.

Der Ausschuss verständigt sich darauf, dass jeweils nur 1 Vertreter des Deutschen Gewerk-

schaftsbundes, des Beamtenbundes, der Polizei, der Justiz, des Bündnisses „WIR KÖNNEN

 

 

 

SIE STOPPEN!“ teilnehmen dürfe. Bezüglich der Vertreter der Kirchen müsse in einem ge-

meinsamen Gespräch noch eine Regelung gefunden werden.  

Herr Möller erklärt, dass dies als Möglichkeit zu sehen sei, geschlossen zu agieren. Er bittet 

die Verwaltung um Information, wie andere Städte dieses Thema behandeln. 

Herr Geißler sagt eine Nachfrage beim Städtetag und ein Vorgespräch mit dem Landgericht, 

dem Amtsgericht und der Staatsanwaltschaft zu, in dem geklärt werde, ob man sich evtl. auf 

einen gemeinsamen Vertreter einigen könne.

                 Der Ausschuss stimmt einstimmig zu.  

 

TOP 7 – Anträge 

TOP 7.1 – Kontrollen zum Waffengesetz in Lübeck  

 

Frau Stockfisch wird auf Nachfrage mitgeteilt, dass alle zu beratenden Anträge von der 

SPD gestellt worden seie.

Angesichts der tragischen Ereignisse in Winnenden und Wendlingen ist der Ausschuss für 

Sicherheit und Ordnung gefordert, sich mit dem Thema Waffengesetze zu beschäftigen. Die 

Bürger in unserem Land und unserer Stadt erwarten vom Gesetzgeber nicht vorrangig schär-

fere Gesetze. Sie erwarten aber zu Recht, dass die vorhandenen Gesetze wenigstens wir-

kungsvoll kontrolliert werden. Für diese Sicherheit haben wir als Ausschuss zu sorgen. 

Es gibt keinerlei Angaben darüber, wie viele Waffen in Deutschland vorhanden sind. Schät-

zungen gehen von etwa 30 Millionen Waffen aus, der Anteil illegaler Schusswaffen wird da-

bei aber um ein Vielfaches höher geschätzt als der der gemeldeten Waffen. Ein zentrales 

Waffenregister, das Waffenbesitz zuordenbar macht, gibt es nicht. Die Verschärfung des 

Waffengesetzes nach dem Amoklauf von Erfurt 2002 bleibt unwirksam, solange die Einhal-

tung nicht kontrolliert wird. 

Wie ist die Situation in Lübeck? Wir wollen Sicherheit darüber, dass die bestehenden Waf-

fengesetze ständig, unabhängig von der Kassenlage der Stadt und nicht nur bei Verdacht 

kontrolliert wird. 

Wir beantragen daher:  

1. Die Verwaltung berichtet im Ausschuss über die derzeitige Situation der Kontrolle von 

Waffengesetzen in Lübeck.

2. Die Verwaltung legt dar, wie sich die Verstöße gegen das Waffenrecht in Lübeck in den 

letzten Jahren entwickelt haben.

3. Die Verwaltung stellt dar, wie eine strenge, ggf. unangekündigte Kontrolle der vorhande-

nen Gesetze realisiert werden könnte.

4. Sie zeigt eventuelle Regelungslücken auf.

5. Die Verwaltung legt dar, wie die Zuverlässigkeit von Waffenbesitzern kontrolliert werden  

kann.

Herr Hoffmann erläutert, dass es generell darum gehe, wie so eine Kontrolle erfolge 

und wie der Stand in der Hansestadt Lübeck sei.

Herr Geißler erläutert, dass es sich bei der Aufgabe „Kontrolle des Waffengesetzes“ 

um eine Weisungsaufgabe handele. Die Aufgabe der Kommune bestehe darin, ein 

Waffenregister zu führen, Waffenscheine auszustellen und Bußgeldbescheide auf-

grund von Anzeigen zu erlassen. Strafanzeigen nehme ausschließlich die Polizei auf.  

In Anbetracht der knappen Personalressourcen schlägt Herr Geißler vor, zur nächsten 

Sitzung mündlich zu berichten. Herr Hoffmann ist mit einem mündlichen Bericht einver-

standen.

Herr Stier lässt über den Antrag abstimmen:

 

 

 

 

 

Der Antrag wird einstimmig angenommen  

 

TOP 7.2 – Parken auf Behindertenparkplätzen 

 

 

Der  Ausschuss  möge  der  Bürgerschaft  empfehlen  zu    beschließen: 

Die Verwaltung wird beauftragt dafür zu sorgen, dass der kommunale Ordnungsdienst und 

die Polizei verstärkt bei ihren Kontrollen die Parkplätze für die Behinderten überwachen. Un-

berechtigt  abgestellte  Autos  werden  konsequent  abgeschleppt. 

Begründung:

Die Teilnahme vieler Behinderter an den Aktivitäten des öffentlichen Lebens ist meist davon 

abhängig, ob ihnen ein Parkplatz zur Verfügung steht, der ihnen sowohl beim Ein- und Aus-

parken, als auch beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto genügend Platz läßt. Leider ste-

hen  auf  den  Behindertenparkplätzen  meist  nicht  berechtigte  Autos.  Nur  das  konsequente 

Vorgehen gegen das rücksichtslose Verhalten kann hier Erfolg haben. 

Herr Ohlow erläutert, dass im Jahr 2008 55% aller „Abschleppfälle“ durch unberechtigte Be-

nutzung von Behindertenparkplätzen verursacht worden seien. In diesen Fällen könne das 

unrechtmäßig geparkte Fahrzeug nach 10-15 Minuten und vorheriger Halterermittlung vom 

Behindertenparkplatz entfernt werden. 

Herr Hoffmann zieht daraufhin den Antrag zurück.           

     

               

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.  

 

TOP 7.3 – Parken für Anwohner 

 

 

Der Ausschuss möge der Bürgerschaft empfehlen zu beschließen: 

Die Verwaltung wird beauftragt dafür zu sorgen, dass der kommunale Ordnungsdienst und 

die Polizei verstärkt bei ihren Kontrollen die Parkplätze für die Anwohner überwachen und 

die Ordnungswidrigkeit entsprechend ahnden.

Begründung:

Die Anwohner erheben den Anspruch, dass die vorgesehenen Parkplätze von ihnen genutzt 

werden können, zumal auch für die Anwohnerparkausweise Gebühren erhoben werden. 

Nur das konsequente Vorgehen gegen das rücksichtslose Dauerparken kann hier Erfolg ha-

ben.  

Herr  Hoffmann  erläutert,  dass  die  Bewohnerparkplätze  kaum  überwacht  würden  und  die 

SPD den Wunsch habe, dass das unrechtmäßige Benutzen dieser Parkplätze verstärkt ge-

ahndet werde.

Herr Geißler erklärt, dass sich die Polizei aus der Überwachung des ruhenden Verkehrs wei-

testgehend zurück gezogen habe, er werde die Bitte aber an die Polizei weitergegeben.  

Der Ausschuss könne das Thema auch bei der nächsten Polizeibeiratssitzung ansprechen. 

Herr Ohlow erläutert, dass die Verwaltung lediglich verwarnen könne, ein Abschleppen, wie 

bereits unter TOP 4.3.3 erläutert, sei nicht möglich, da diese Maßnahme bislang regelmäßig 

als unverhältnismäßig angesehen worden sei. Weiterhin sei eine permanente Überwachung 

vor Ort nicht möglich.

Herr Hoffmann zieht den Antrag zurück.

 

             

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.

 

 

 

TOP 8 – Vorlagen 

 

TOP 8.1 – Erweiterung des begünstigten Personenkreises für die Gewährung 

eines einmaligen Begrüßungsgeldes von 100 € 

Herr Geißler erläutert, dass aufgrund eingegangener Beschwerden von Berufsschülern 

und Berufsfachschülern und eines Bürgerschaftsbeschlusses vom 26.02.2009, die 

Richtlinien der Hansestadt Lübeck überarbeitet würden, um den begünstigten Perso-

nenkreis zu erweitern. 

Der Ausschuss nimmt die Vorlage mit einer Enthaltung einstimmig an.

 

TOP 8.2 + TOP 9.3 – Zusammenlegung von Stadtteilbüros 

Herr Geißler erklärt, dass der Beschlussvorschlag darin bestehe, die Stadtteilbüros 

Kücknitz und Travemünde zusammen zu legen und in Travemünde ein angepasstes 

Serviceangebot anzubieten. Das Serviceangebot richte sich nach der zukünftigen 

Nachfrage. 

Herr Zahn erläutert, dass dies aus Sicht der SPD ein guter und praktikabler Kompro-

miss sei.

Herr Mauritz schlägt vor, zur Sitzung der Bürgerschaft die Unterlagen um zusätzliche 

Zahlen (unter anderem die Einwohnerzahlen der Stadtteile im Verhältnis zu den Fall-

zahlen) zu ergänzen und die Vorlage ohne Votum passieren zu lassen.  

Frau Blank erläutert daraufhin, dass zwar die Gesamtzahl der erbrachten Dienstleis-

tungen erfasst sei, eine genaue Zuordnung zu den einzelnen Stadtteilbüros jedoch 

nicht möglich sei, da die entsprechende Technik nicht vorhanden sei. Darüber hinaus 

müsse bei der Betrachtung der Einwohnerzahlen pro Stadtteil bedacht werden, dass 

nicht alle Bürger das Stadtteilbüro ihres Stadtteiles nutzten.  

Herr Hinrichs gibt zu bedenken, dass eine komplette Schließung des Stadtteilbüros 

Travemünde gerade den älteren Mitmenschen und eine komplette Schließung des 

Stadtteilbüros Kücknitz  Familien mit kleinen Kindern nicht zuzumuten wäre und die 

Stadtteilbüros eine wichtige Dienstleistung seien.

Herr Zahn erläutert, dass aus diesem Grund beide Stadtteilbüros erhalten bleiben  

solle. In Travemünde solle lediglich das Serviceangebot der Nachfrage angepasst 

werden. Er beantragt eine 5 minütige Unterbrechung der Sitzung, um den vertretenen 

Fraktionen die Möglichkeit zu geben sich zu beraten. 

 

             

Der Ausschuss ist einverstanden

 

Herr Stier unterbricht um 16:50 Uhr die Sitzung für 5 Minuten.  

Nach der Unterbrechung schlägt Herr Möller vor, die Vorlage bis zur Bürgerschaftssit-

zung um die erbetenen Zahlen zu ergänzen und den Beschlussvorschlag folgender-

maßen zu ändern: „ Die Stadtteilbüros Kücknitz und Travemünde bleiben erhalten. Das 

Serviceangebot wird zum 01.01.2010 dem Bedarf angepasst.“  

Herr Möller schlägt vor, über die Vorlage in geänderter Form abzustimmen zu lassen.   

Der Ausschuss ist einverstanden.

 

Die Vorlage wird mit 12-Ja Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.

 

 

10  

 

TOP 9 – Berichte 

 

9.1 Zwischenbericht 1/2009 über Veränderungen gegenüber dem Produkthaus-

haltsplan 2009 (Ordnungsbereiche) 

 

Herr Geißler teilt dem Ausschuss mit, dass es im Zwischenbericht 1/2009 für die Ord-

nungsbereiche keine Veränderungen gegenüber dem Produkthaushaltsplan 2009 ge-

be.  

Der Ausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis  

 

 

TOP 9.2 Prüfungsaufträge für Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen  hier : Struk-

turoptimierung Freiwillige Feuerwehr 

 

Herr Geißler teilt dem Ausschuss mit, dass bei den Überlegungen zur Strukturoptimie-

rung der Freiwilligen Feuerwehr die Bekämpfung von Schadensereignissen (Klima-

wandel/ Terroranschläge) eine wichtige Rolle gespielt hätten. 

Herr Möller fragt nach, ob man die Waldbrandgefahr nicht auch dazu zählen müsse. 

Herr Bäth antwortet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Großbrandes aufgrund der Be-

schaffenheit des Lübecker Stadtwaldes relativ gering sei. 

 

Der Ausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis  

TOP 9.4 –  Demonstrationen durch den Herrentunnel 

Herr Geißler trägt vor, dass das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht die Ent-

scheidung der Stadt bestätigt und die Klage abgewiesen habe. 

Herr Hoffmann erwidert, dass die SPD den Bericht unter Protest zur Kenntnis nehme. 

Mit dieser Entscheidung tue sich die Stadt keinen Gefallen, da auf der einen Seite Lü-

beck durch den Tunnel ohnehin schon eine geteilte Stadt sei und auf der anderen Seite 

andere Veranstaltungen im Herrentunnel zugelassen seien. 

 

Der Ausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis 

TOP 10 – Neue Anfragen und Verschiedenes 

 

Anfrage von Herrn Mauritz : 

Was kann generell in Zukunft getan werden gegen das „Verkehrschaos“ zur Zeit der 

Travemünder Woche?

Hintergrund: Es gab zu wenig Parkmöglichkeiten, worauf es zu vielen falsch abgestell-

ten Fahrzeugen kam. Aufgrund dessen und eines nichtvorhandenen Konzeptes des 

Öffentlichen Personennahverkehrs, anlässlich der Travemünder Woche, kam es zu 

einem regelrechten Verkehrschaos. 

Herr Ohlow erklärt sich bereit, die Anfrage an den Arbeitskreis Verkehr weiterzuleiten. 

Herr Geißler erläutert, dass die Verwaltung im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles getan 

habe, einen ordnungsgemäßen Ablauf zu gewährleisten. So sei die Anzahl des Perso-

nals des Verkehrsdienstes angemessen gewesen. Das Freihalten von Feuerwehrein-

fahrten und die ordnungsgemäße Benutzung von Behindertenparkplätzen überwacht 

worden.

 

 

11  

 

Herr Zahn informiert den Ausschuss, dass er mit dem Leiter des 3. Polizeireviers ge-

sprochen und dieser den Einsatz der Mitarbeiter des Verkehrsdienstes gelobt habe. 

Herr Stier regt an, Herrn Hüttmann zur nächsten Sitzung des Polizeibeirates um ein 

Resümee zur Travemünder Woche (Verkehrssituation/“Komasaufen“ unter Jugendli-

chen) und zum Rückzug der Polizei aus der Überwachung des ruhenden Verkehrs zu 

fragen. 

II. Nichtöffentlicher Teil der Sitzung 

 

Herr Stier stellt die Nichtöffentlichkeit her. Darüber gibt es eine gesonderte Niederschrift. 

III. Öffentlicher Teil der Sitzung 

 

TOP 15 – Bekanntgabe der im nichtöffentlichen Teil der Sitzung gefassten Be-

schlüsse 

Herr Stier stellt die Öffentlichkeit wieder her und gibt bekannt, dass im nichtöffentlichen 

Teil zwei Beschlüsse gefasst worden seien.

Herr Stier schließt um 17.50 Uhr die Sitzung.

 

Der Ausschuss nimmt Kenntnis

 

 

 

Carsten Stier 

Stellv. Vorsitzender 

 

 

 

Deborah Meinecke 

                  Protokollführerin