Anfrage eines Ausschussmitgliedes - 20/0506
Grunddaten
- Betreff:
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Anfrage des AM Gabriele Marschner (AfD): Entwicklung der Schülerzahlen an den beruflichen Gymnasien der Hansestadt Lübeck
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage eines Ausschussmitgliedes
- Federführend:
- AfD-Bürgerschaftsfraktion
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Schul- und Sportausschuss
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zur Entscheidung
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Sep 17, 2026
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Anfrage:
Wir bitten die Verwaltung der Hansestadt Lübeck um die Beantwortung folgender Fragen:
- Gibt es Untersuchungen zu den Gründen für die seit zehn Jahren stetig sinkenden Schülerzahlen an den beruflichen Gymnasien Lübecks?
- Besteht bei weiter sinkenden Schülerzahlen die Gefahr, dass aus Gründen der Wirtschaftlichkeit dieser Bildungsweg zum Erwerb der Hochschulreife zukünftig nicht mehr an allen drei Standorten zur Verfügung steht?
- Sieht die Verwaltung die Möglichkeit, durch Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften bereits an den Grundschulen verstärkt für die Möglichkeit des Erwerbs der Hochschulreife an den beruflichen Gymnasien zu werben?
Begründung:
Die Schülerzahlen der beruflichen Gymnasien weisen über die letzten 20 Jahre eine bemerkenswerte Entwicklung auf: von 790 Schülern im Schuljahr 2004/2005 stiegen die Zahlen zunächst über 10 Jahre bis auf 1095 Schüler im Jahr 2014/2015, um seitdem kontinuierlich zu sinken, zuletzt auf 570 Schüler im Jahr 2024/2025.
Die Schülerzahlen der sieben Gymnasien Lübecks bewegen sich hingegen seit mehreren Jahren auf gleichbleibend hohem Niveau: ca. 45% aller Grundschüler besuchen ab der 5. Klasse ein Gymnasium. Seit der Einführung der gymnasialen Oberstufe an drei Gemeinschaftsschulen, welche im Jahr 2017 abgeschlossen war, wechseln ca. 18% der Grundschüler auf diese Schulform und ca. 13% erwerben dort die Hochschulreife. Damit besuchen rechnerisch etwa 58% aller Schüler ein Gymnasium oder die gymnasiale Oberstufe einer Gemeinschaftsschule.
Die Gymnasien leiden seit Jahren an akutem Platzmangel aufgrund zu kleiner und zu weniger Klassenräume. Außerdem werden immer wieder Forderungen nach der Einrichtung weiterer gymnasialer Oberstufen an Gemeinschaftsschulen laut.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, warum der Weg zur Hochschulreife über das berufliche Gymnasium von immer weniger jungen Menschen gewählt wird. An diesen Gymnasien gibt es ungenutzte Kapazitäten, während die Gymnasien unter der akuten Raumnot ächzen und die drei Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe jedes Jahr viele Schüler ablehnen müssen.
Wir bitten daher die Verwaltung der Hansestadt Lübeck um die Beantwortung folgender Fragen:
