Über das Stadtarchiv
Serviceangebote und Historie
Wir leisten für Sie
auf Grundlage des Landesarchivgesetzes und der Aktenordnung der Hansestadt Lübeck.
- Beratung bei der Schriftgutverwaltung und bei der Einführung von Dokumentenmanagementsystemen
- Bewertung und Übernahme von analogen und elektronischen Akten der Stadtverwaltung, von Firmen, Verbänden und Privatpersonen
- Erschließung des mittelalterlichen, frühneuzeitlichen und modernen Aktenmaterials in Online-Verzeichnissen
- Digitalisierung ausgewählter Bestände
- Erteilung von Informationen jeder Art zur Geschichte Lübecks und der Hanse, zur Genealogie, zur Haus- und Heimatforschung (Entgeltordnung)
- durch persönliche Beratung im Lesesaal
- durch Beantwortung schriftlicher und telefonischer Anfragen auf der Grundlage der im Archiv vorhandenen Quellen
- Bestandssicherung und Restaurierung
- Anfertigung von digitalen Reproduktionen (Entgeltordnung)
- Veröffentlichung wissenschaftlicher und heimatkundlicher Arbeiten
- Führungen von Gruppen durch das Archiv (nach Voranmeldung)
Sie finden bei uns
- 6.700 Regalmeter Archivgut aus neun Jahrhunderten hansischer und lübeckischer Geschichte, darunter zum Beispiel:
- 11.000 mittelalterliche und frühneuzeitliche Urkunden (1183-19. Jh.)
- 10.000 Bürgertestamente (1278-1800)
- 30.000 Akten im Bestand Altes Senatsarchiv Interna (1450-1871)
- 11.800 Akten in den Beständen Altes Senatsarchiv Externa (Lübecks Beziehungen zu deutschen Territorien und außerdeutschen Staaten von Dänemark über Frankreich bis China 1450-1871)
- 12.150 Akten im Bestand Neues Senatsarchiv (1871-1945)
- 7.000 Karten und Pläne
- 2.900 historische Münzen
- 2.800 Bürgerwappen
- 2.800 Akten im Bestand Industrie- und Handelskammer Lübeck
- 320 Familienarchive und Nachlässe
- 215 Stiftungsarchive
- 145 Geschäfts- und Firmenarchive
- 120 Verbands- und Vereinsarchive
- 1 Million genealogische Informationen in der "Personenkartei"
- 39.500 Druckwerke zur hansischen und lübeckischen Geschichte in der Dienstbibliothek
Geschichte
1298 Erste urkundliche Nennung der Trese in der Lübecker Marienkirche als Aufbewahrungsort der Handfesten bzw. Urkunden der Stadt und der Hanse. Geschichte des Stadtarchivs
1854 wurde der erste hauptamtliche Archivar eingesetzt. Während seiner Amtszeit entwickelte sich aus dem Urkundenarchiv und der Registratur des Rates durch den Zuwachs der schriftlichen Überlieferung anderer Behörden sowie kirchlicher und privater Einrichtungen das Staatsarchiv der freien und Hansestadt Lübeck.
1881 Umzug des Staatsarchivs aus dem Kanzleigebäude in das Haus des ehemaligen Oberappellationsgerichts Königstraße 21.
1911 Einrichtung einer zweiten wissenschaftlichen Archivarsstelle.
1937 Durch die Eingliederung Lübecks in die preußische Provinz Schleswig-Holstein im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes erfolgte – etwa zeitgleich mit dem Umzug ins Logenhaus St. Annenstraße 2 — die Wandlung zum kommunalen Archiv der Hansestadt Lübeck.
1942 Die zentralen älteren Bestände wurden kriegsbedingt in ein Salzbergwerk in Sachsen-Anhalt ausgelagert. Von dort werden sie nach Kriegsende in die ehemalige DDR und an verschiedene Orte im Gebiet der ehemaligen UdSSR transportiert.
1961 Bezug des Archivzweckgebäudes am Mühlendamm.
1987 Aus der ehemaligen DDR wurde der erste Teil der ausgelagerten Archivalien zurückgebracht, Lieferungen aus der ehemaligen UdSSR erfolgten 1990 und 1998 (aus Armenien).
1998 Das Stadtarchiv feiert die urkundliche Ersterwähnung der Trese vor 700 Jahren.
2022 Im Archivgebäude am Mühlendamm und in drei weiteren Depots werden insgesamt 7.000 Regalmeter Archivgut aus zehn Jahrhunderten verwahrt. Die schriftliche Überlieferung der Verwaltungsdienststellen wird ergänzt durch Vereinsunterlagen, Firmenschriftgut und zahlreiche andere Privatarchive. Das Archiv der Hansestadt Lübeck gehört dank seiner überregional bedeutenden historischen Quellen, insbesondere der ca. 21.000 mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Urkunden und Testamente, zu den wichtigsten deutschen Stadtarchiven.