Infrastruktur
Verkehrsanbindungen als Standortfaktor
Ohne eine funktionierende Infrastruktur ist eine Bewältigung der vielfachen Aufgaben des öffentlichen Lebens nicht möglich. Diese für alle so lebensnotwendigen Transportwege zu Lande und zu Wasser für alle Verkehrsteilnehmer zu erhalten, zu entwickeln und zu bauen.
Barrierefreies Bauen
Gleichwertige Lebensbedingungen im öffentlichen Straßenraum für alle, das ist das Ziel. Der Bereich Stadtgrün und Verkehr arbeitet aktiv daran mit, den öffentlichen Raum barrierefrei zu gestalten. Die Behinderten-Beauftragte der Hansestadt Lübeck und die Mitglieder der »Projektgruppe Behinderte Mitbürger« unterstützen dabei.
So sind bereits Blinden-Stadtpläne entstanden, Ampelanlagen mit akustischen Signalen ausgestattet oder Gehwege abgesenkt worden. Sie sind ein Anfang einer langen Liste von Aufgaben, die inklusives Leben in der Stadt immer selbstverständlicher machen sollen.
Im Rahmen der Haushaltsmittel werden im gesamten Straßennetz sukzessive folgende Maßnahmen um- beziehungsweise fortgesetzt:
Ton- oder Vibrationsanlagen an Lichtsignalanlagen (Ampeln), Rippenplatten als Bodenindikatoren für das Blindenleitsystem, Querungshilfen wie Absenkungen für Straßen und Gehwege, Markierungen auf Treppen, Sperrflächen usw., Beleuchtung, Rampen, Behindertenparkplätze, Einebnung und| oder Abschliff von Pflasterungen, zum Beispiel für eine Rollatoren gerechte Nutzung, Alters - und behindertengerechter Umbau von Bushaltestellen, Das Blindenleitsystem setzt der Bereich Stadtgrün und Verkehr in enger Abstimmung mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein um. Zahlreiche alltagstaugliche Adressen und Hinweise fasst der Behindertenwegsweiser der Hansestadt Lübeck zusammen. Möchten sie uns helfen? Schäden oder Mängel melden, benutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Straßenverkehrsnetz
Untersuchungen haben ergeben, dass rund 45 Prozent des über 700 Kilometer langen Lübecker Straßenverkehrsnetzes einen hohen, 33 Prozent sogar einen dringenden Sanierungsbedarf haben.
Um den Verfall der Straßen aufzuhalten und abzubauen, hat die Verwaltung ab 2021 für die Dauer von zunächst fünf Jahren ein festgelegtes jährliches Budget für die Sanierung der Hauptverkehrsstraßen sowie für das Nebenstraßennetz in Höhe von zehn Millionen Euro investiert. Nach fünf Jahren wird eine erneute Befahrung der Straßen vorgenommen, um wieder einen aktuellen Sachstand über das Gesamtstraßennetz zu erhalten.
Da das Thema Radwege eine immer höhere Priorität in der Hansestadt einnimmt, hatte die Bürgerschaft beschlossen, ab dem Haushaltsjahr 2020 jährlich zwei Millionen Euro zusätzlich für den Um- und Ausbau von Radwegen bereitzustellen.
Damit hierfür eine verlässliche Planung von Maßnahmen erfolgen kann, war es notwendig, auch hier vorab eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Dazu wurde im Jahr 2019 ein entsprechender Auftrag ausgelöst.