Anfrage eines Bürgerschaftsmitgliedes - VO/2025/14628-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Beirat für Menschen mit Behinderung, zu VO/2025/14628 Wohnungsmarktstrategie Lübeck
- Status:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Anfrage eines Bürgerschaftsmitgliedes
- Federführend:
- Beirat für Menschen mit Behinderungen
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bauausschuss
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zur Kenntnisnahme
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Feb 2, 2026
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Beschlussvorschlag
Es wird um die schriftliche Beantwortung folgender Fragen gebeten
1. Wie viele rollstuhlgerechte Wohnungen sind derzeit im städtischen Wohnungsbestand
vorhanden?
2. Wie viele rollstuhlgerechte Wohnungen befinden sich aktuell in Planung oder im Bau auf
städtischen Grundstücken bzw. durch die TRAVE mbH?
3. Welche konkreten Maßnahmen ergreift die Hansestadt Lübeck, um die Schaffung von
rollstuhlgerechtem Wohnraum zu fördern und auszubauen?
4. Welche Zielvorgaben verfolgt die Verwaltung mittel- und langfristig zur Erhöhung des Anteils
rollstuhlgerechter Wohnungen im Stadtgebiet?
5. In welcher Weise werden die Bedarfe von Rollstuhlnutzerinnen und Rollstuhlnutzern bei der
Wohnungsmarktplanung, der Grundstücksvergabe und der Projektentwicklung berücksichtigt?
6. Plant die Verwaltung spezielle Förderprogramme, Anreizmodelle oder verbindliche Quoten,
um den Anteil rollstuhlgerechter Wohnungen deutlich zu erhöhen
In dem Bericht Wohnungsmarktstrategie werden Maßnahmen und Standards zum barrierefreien Bauen dargestellt. Der Beirat für Menschen mit Behinderung begrüßt ausdrücklich die Bemühungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Neubau.
Gleichzeitig möchte der Beirat darauf hinweisen, dass barrierefreier Wohnraum nicht mit rollstuhlgerechtem Wohnraum gleichzusetzen ist. Die bestehenden baurechtlichen Mindeststandards reichen für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen, insbesondere für Rollstuhlnutzerinnen und Rollstuhlnutzer, häufig nicht aus. Rollstuhlgerechte Wohnungen erfordern deutlich höhere Anforderungen an Flächen, Türbreiten, Sanitärausstattung und Stellplatzsituationen.
Die Bedeutsamkeit dieses Themas zeigt sich auch in der praktischen Arbeit des Beirates: Immer wieder wenden sich rollstuhlnutzende Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Lübeck an den Beirat, da sie trotz intensiver eigener Suche keine geeignete rollstuhlgerechte Wohnung finden können. In diesen Fällen bitten sie den Beirat ausdrücklich um Unterstützung bei der Wohnungssuche, da ihnen auf dem regulären Wohnungsmarkt keine passenden Angebote zur Verfügung stehen. Diese wiederkehrenden Anfragen verdeutlichen den erheblichen Mangel an rollstuhlgerechtem Wohnraum in Lübeck und unterstreichen die Notwendigkeit, dieses Thema im Rahmen der Wohnungsmarktstrategie stärker zu berücksichtigen
