08.05.2025 - 3.3.5 Information Winterdienst 24/25 und Ausblick
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3.3.5
- Sitzung:
-
16. Sitzung des Werkausschusses EBL
- Gremium:
- Werkausschuss EBL
- Datum:
- Do., 08.05.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift abgestimmt)
- Uhrzeit:
- 16:30
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Herr Rehberg erläutert anhand einer Präsentation (Anlage) die spez. Winterdienst-Rufbereitschaftsregelung wg. des durch die Gewerkschaft gekündigten Tarifvertrages zum Winterdienst und der Suche nach einer geeigneten Nachfolgeregelung dafür.
Herr Rehberg berichtet über den Ablauf eines Winterdiensttages bei einem Einsatzleiter, Einbeziehung von Wetterdienstdaten, Lage der DWD-Wetterstation sowie den EBL gehörenden 6 weiteren Wetterstationen in Lübeck.
Er schildert die möglichen signifikanten Temperaturunterschiede innerhalb Lübecks und welche Erfahrung im Umgang damit bei der Einsatzleitung notwendig sei.
Herr Petersen ergänzt diese Erläuterungen anhand einer konkreten Entscheidungssituation.
Herr Rehberg beschreibt die Alarmierungskette, die früher per Telefon ausgesprochen langwierig gewesen sei. Seit diesem Winter gebe es die techn. Lösung via E-message (wie bei Feuerwehr, Katastrophenschutz). Dazu spielt er dem WA kurz einen Test-Alarm zu Veranschaulichung vor. Auf diese Weise könne die Einsatzleitung bei MA-Absagen schneller Ersatz suchen/finden.
Weiter führt Herr Rehberg noch die Einsatzarten und Fahrstrecken aus und zeigt Vergleiche zur „alten Rufbereitschaft“ auf und erklärt die entstehenden Mehrkosten sowie die Aufsplittung der Kosten in gebührenfähige und nicht gebührenfähige Kosten, die aus dem HL-Haushalt gezahlt werden müssen. Er erläutert den Anteil der Winterdienstkosten, die letztendlich nicht bei den individuellen Gebührenzahlern landen, sondern vom Haushalt der HL zu finanzieren seien. Er stellt deutlich heraus, dass sich dieser Anteil nicht auf die öffentliche Interessensquote beschränke, sondern eben auch noch die gebührenpflichtigen Liegenschaften der HL sowie deren nicht gebührenpflichtige (aber im Auftragsverhältnis mit bewirtschafteten) Liegenschaften umfasse. In Summe liege der von der HL zu tragende Anteil bei ca. 70 %.
Herr Zahn fragt nach, ob ein Schlichter in den Verhandlungen mit den Gewerkschaften erforderlich sein werde. Herr Rehberg hofft noch auf eine Einigung mit den Personalräten. Die Verhandlungen seien aber kompliziert. Die EBL verhandeln mit den Personalräten, die sich natürlich auch mit den Gewerkschaften abstimmen. Jedoch wird es keinen neuen Tarifvertrag Winterdienst geben.
Frau Helzel dankt für den guten Vortrag und lässt sich von Herrn Rehberg die Fristen zur Anordnung der Rufbereitschaft erklären, mit anschließender Diskussion zu möglichen Einsparungspotentialen.
Frau Mählenhoff fragt nach, ob die EBL sich am rotierenden System vom Bereich Stadtgrün & Verkehr orientieren könne. Das wird von Herrn Rehberg verneint. Dazu führt er am Beispiel des Bereichs GMHL aus, dass dieser große Probleme habe, einen Dienstleister zur Abdeckung der Anliegerverpflichtungen zu finden. Aufgrund des gehandhabten rollierenden Systems, stehen die eigenen Mitarbeitenden nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Herr Petersen teilt mit, dass es bei der EBL nicht genügend MA-Reserven für die sogenannte AB-Regelung gebe.
Weiter gibt es Wortmitteilungen von Herrn Thorn und Herrn Röttger zu den Themen Bereitschaft / Rufbereitschaft sowie Wetterstationen/ Starkregenforum.
Der Vorsitzende dankt Herrn Rehberg für seinen sehr ausführlichen und konstruktiven Bericht.
