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Sonntag, 26.03.2017
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Wälder der Hansestadt Lübeck

Wald- und Besitzgeschichte

Die Waldgeschichte ist seit Jahrhunderten vom hohen Bedarf der Hansestadt Lübeck an Eichenholz für den Schiff- und Häuserbau bestimmt.Daher stammt der heutige hohe Anteil der Eichen. In dem ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit verarmten die Böden durch landwirtschaftlichen Raubbau. Sie wurden ab 1780 bis 1840 fast ausschließlich mit Kiefer bepflanzt. Diese Vorwaldbestände wurden im 20. Jahrhundert durch Not- und Reparationskahlhiebe nach den beiden Weltkriegen auf zusammen 850 ha wieder auf die ökologisch arme Ausgangslage zurückgeworfen. Durch einstimmigem Bürgerschaftsbeschluß vom 30.11.1995 sind die Wälder nach dem in Lübeck entwickelten Konzept der "Naturnahen Waldnutzung" zu bewirtschaften. Der Waldbesitz der Hansestadt Lübeck hat sich in vier zeitlichen und durch verschiedene Motive geprägten Phasen herausgebildet. In der ersten Phase (ca. 1300 - 1500) erwarb die Hansestadt Lübeck entlang der wichtigen Handelswege nach Lüneburg und Hamburg etliche Dorfschaften als militärische Stützpunkte. Die zweite Phase um 1750 zeichnet sich durch den Wunsch Lübecks aus, ihr Territorium im Nahbereich der Stadt gegen die Nachbarstaaten Dänemark-Holstein und England-Hannover-Lauenburg durch Ankäufe von Gütern zu arrondieren und abzusichern. In diesen beiden Phasen fiel der Hansestadt als Grundherrschaft der Wald so "nebenbei" zu. Die dritte Phase (1780 - 1865) ist durch die Aufforstung von Stadtgütern geprägt, die so eine höhere Rendite versprachen. Die vierte Phase läuft seit ca. 1950 bis heute und ist durch landschaftsplanerisch und städtebaulich motivierte Aufforstungen geprägt. Seit 1875 wurden die Wälder der städtischen, öffentlich-rechtlichen Stiftungen St.Johannis-Junfrauenkloster, Heiligen-Geist-Hospital und Westerauer Stiftung mit ca. 625 ha in die städtische Forstverwaltung mit einbezogen.

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