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Margarethenstraße (zwischen 1932-1935)

Margarethenstraße 42-48

Markantes, hohes dreigeschossiges Mehrfamilien-Wohngebäude mit 6 Aufgängen, vorderseitig durch gelb-farbig abgesetzte „Fugen“ (Einschnitte) bzw. rückwärtig durch gestaffelte Einzelvolumen gegliedert. Ziegelmauerwerk überall ohne die geringsten Schmuck-Ambitionen (kein Ziegelsturz, keinerlei Rollschichten), allenfalls die dunklen Klinkersteine an den Hauszugängen können als „zierende Gestaltabsicht“ gewertet werden. Bemerkenswert ist die abgesetzte geputzte Sockelausbildung, an den Hauseingängen etwas hochgezogen, die dem Zeilenblock den üblichen erdverbindenden Sockel abspricht. – Bedauerlich ist der Verlust der ursprünglichen Fensterteilung. Diese hat der „Gesamt-Härte“ der Bauwerkserscheinung eine feinere, zweite Wirkungsebene unterlegt. Ein solitärer Zeilenbau mit einer kräftigen, aber gegliederten Bauwerkserscheinung, die „Vertikalität“ anstrebt – streng und selbstbewusst das umgebende expressionistische und dekorierte bauliche Umfeld überstrahlt.

 

rotes BAUHAUS in Lübeck

Im Lübecker Stadtgebiet befinden sich auch Bauwerke der Moderne aus den 20-/30er Jahren des letzten Jahrhunderts, deren städtebauliche Anlage, Planung und Gestaltung durch das „neue bauen“ und das BAUHAUS beeinflusst sind. Jedoch nicht die hellen, weißen Gebäude − sondern rot-sichtiger Ziegel dominiert das Lübecker Baugeschehen jener Zeit.

 

 

Bemerkung zu den Kurzbeschreibungen

Das ArchitekturForumLübeck stellte einige der hiesigen Bauwerke auf einer Radtour am 08. September 2019 vor. Dabei wurden die Bauten besprochen, und der Zustand, ihre Zusammenhänge zur damaligen Wohnungsnot und dem neuartigen Bauen erörtert. − Dies Faltblatt einhält keine gesellschaftlichen und bautechnologischen Inhalte, die eigentlich zum Verständnis der vorgestellten Bauten unbedingt erforderlich sind, vielmehr liegt der Fokus auf einer äußeren Gebäude-Beschreibung mit Akzentuierung der architektonischen Fragestellung, inwieweit Einflüsse des „neuen bauens“ sowie vorheriger kunsthistorischer Epochen erkennbar sind.

 

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