Eichen auf dem Jahnplatz

Ein historischer Ort mit Eichen

Das Burgfeld vor dem Burgtor war im Mittelalter eine Freiweide. Im 19. Jh. begann die vielfältige Nutzung als Exerzierplatz, für Volks- und Turnfeste und den Bau von Sommerhäusern. Doch diese Eichen aus dem 19. Jh. - schon seit 1925 geschützt - blieben davon unberührt.

 

 

Vorkommen

Die Stieleiche (botanisch: Quercus robur) ist in Europa und im Kaukasus verbreitet, in Mitteleuropa vom Norddeutschen Tiefland bis in die Alpen. Die Baumart verträgt auch feuchtere Standorte, gilt damit als 'Eiche der Tallagen'.

 

 

Merkmale

Die Fruchtreife der allseits bekannten Eicheln erfolgt im September und Oktober, die Verbreitung übernehmen Vögel und Eichhörnchen. Die Eicheln hängen an langen Stielen, was der Baumart ihren Namen gab.

 

 

Wissenswertes

Auf dem schmalen Grundstück zwischen Travemünder Allee und Eschenburgstraße mit seinen randlich stehenden Eichen, wurde in den 1950er Jahren ein markant geschwungenes Gebäude errichtet. Die zu Ehren von Ludwig Jahn im 19. Jh. gepflanzten Stieleichen wurden nicht gefällt, da sie zu dem Zeitpunkt schon unter Schutz standen.

 

 

Standort

Lübeck-St. Gertrud
Jahnstraße/Ecke Travemünder Allee
Geo-Koordinaten:
53.881680, 10.700469

 

 

Historie

Von 1817-1890 wurde die Fläche neben der Jahnstraße als erster Turnplatz Lübecks genutzt. Die Übungen wurden nach der Lehre des damals bekannten 'Turnvaters' Jahn durchgeführt. Ihm zu Ehren bekamen der Platz und die angrenzende, erst 1872 bebaute Straße ihre Namen. Die seit dieser Zeit hier wachsenden Eichen und ein Gedenkstein erinnern an die sportliche Vergangenheit der Fläche. Der Gedenkstein wurde später an die Travemünder Allee versetzt.

Foto: Lerchenweg in der Siedlung Gärtnergasse in den 1920er Jahren (©Lübecker Bauverein eG )

 

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