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Quarantäne

Informationen zum weiteren Vorgehen

Stand: 16.1.2022 | 18:20 Uhr

Liebe Betroffene,

auf dieser Seite finden Sie Informationen zum weiteren Vorgehen bei Quarantäne. Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert und an die aktuellen Vorgaben angepasst. 
Bitte lesen Sie sich die folgenden Informationen ausführlich durch. Bei einer Kontaktaufnahme durch Online-Formulare geben Sie bitte Handynummern an. Sie helfen damit, dass noch schneller kommuniziert werden kann

Ein schematische Übersicht über das weitere Vorgehen finden Sie hier

Gemäß Allgemeinverfügung der Hansestadt Lübeck vom 16.01.2022 sind Infizierte, d.h. positiv getestete Personen sowie enge Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen verpflichtet, sich unverzüglich in Isolierung / Quarantäne zu begeben.
Zusätzliche Infos entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung des Landes Schleswig-Holsteins.

 

 

I. Vorgehen für Personen mit positivem PCR-Test (bestätigte Infektion)

  • Bitte begeben Sie sich unmittelbar in Isolierung (Quarantäne)
  • Nehmen Sie keine Besuche entgegen
  • Wenn Sie Krankheitszeichen haben, die eine ärztliche Betreuung erforderlich machen, nehmen Sie unverzüglich telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) auf und informieren über das positive Testergebnis. Der Arzt wird entscheiden, welche Maßnahmen erforderlich sind.
  • Sie finden weitergehende Informationen unter diesen Links. Bitte lesen Sie die Hinweise sorgfältig durch und drucken ggf. die Seiten aus
    Verhaltensregeln Infizierte (PDF)
    RKI-Flyer (PDF)

 

Ia. Für Kontaktpersonen aus dem Haushalt gilt:

Alle ungeimpften Haushaltsangehörige sind verpflichtet, sich in Quarantäne zu begeben. Die Pflicht zur Quarantäne beinhaltet auch Kinder.
Besonders wichtig ist, dass ungeimpfte Kontaktpersonen informiert werden und sich unverzüglich in Quarantäne begeben.
Bitte erfassen Sie nur ungeimpfte enge Kontaktpersonen (inkl. aller Haushaltsangehörige) unter dem folgenden Link: www.luebeck.de/coronaermittlung

 

 

Ib. Verkürzung der Absonderung (Freitestung)

Nach 7 Tagen kann die Quarantäne als Infizierter vorzeitig beendet werden. Hierzu soll ein Schnelltest (Antigen-Test) verwendet werden. Tests können über die Bürgerteststationen erfolgen.

Bitte prüfen Sie jedoch angesichts der knappen Ressourcen an Tests, ob für Sie eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne erforderlich ist.

Ein negativer Testbefund muss anschließend dem Gesundheitsamt nicht vorgelegt werden. Sie können die Quarantäne selbstständig verlassen. Sie müssen also idR keinen Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen.
Das Gesundheitsamt führt keine Freitestungen durch und veranlasst diese nicht. Dies muss durch Infizierte selbständig organisiert werden.

Besonderheiten medizinisches Personal:

  • Bei medizinischem Personal, Personal aus pflegerischen Einrichtungen etc. MUSS eine Testung zur Verkürzung der Absonderung mit PCR erfolgen, allerdings auch erst nach 7 Tagen.
  • PCR-Tests werden idR nicht in Bürgerteststationen durchgeführt.
  • Zusätzlich MUSS sichergestellt sein, dass die Personen mindestens 48h keine Krankheitszeichen mehr vorweisen
  • Ob in diesem Fall eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt stattfinden muss, befindet sich noch in der Klärung

 

 

 

II. Vorgehen für Personen mit positivem Schnelltest (Antigen-Test, Selbsttest)

  • Bitte begeben Sie sich unmittelbar in Isolierung (Quarantäne)
  • Nehmen Sie keine Besuche entgegen
  • Reduzieren Sie vorsichtshalber Ihre Kontakte
  • Wenn Sie Krankheitszeichen haben, die eine ärztliche Betreuung erforderlich machen, nehmen Sie unverzüglich telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) auf und informieren über das positive Testergebnis. Der Arzt wird entscheiden, welche Maßnahmen erforderlich sind.

 

IIa. Bestätigung durch PCR-Test

Wenden Sie sich hierzu an Ihren Arzt oder ein Testzentrum, das PCR-Untersuchungen durchführt.

Achtung: nicht alle Teststationen führen auch PCR-Untersuchungen durch.
Eine Liste aller Teststationen finden Sie hier.

 

 

IIb. Ende der Isolierung

  • Die Isolierung endet, wenn der positive Schnelltest nicht durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Sie können dann selbstständig die Isolierung verlassen. Eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.
  • Bei einer PCR-bestätigten Information gelten die Vorgaben unter I.

 

 

 

III. Vorgehen für Kontaktpersonen zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person

  • Gemäß Allgemeinverfügung vom 16.1.2022 sind enge Kontaktpersonen verpflichtet, sich für 10 Tage in Quarantäne zu begehen. 
  • Es gelten Ausnahmen im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung. Dies bedeutet, dass es für einige Personengruppen keine Verpflichtung zur Quarantäne gibt. Die folgenden Definitionen werden fortlaufend aktualisiert. Eine Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts wird für den 15.01.2022 erwartet: 
    • vollständiger Impfschutz inklusive einer Auffrischimpfung (geboosterte Personen)
    • doppelt geimpfte Genesene (es wird noch festgelegt, ob man dann auch als geboostert gilt)
    • doppelt Geimpfte, deren Impfung weniger als drei Monate zurückliegt
    • Genesene, deren Erkrankung weniger als drei Monate zurückliegt

Wenn eine der o.g. Definitionen auf Sie zutrifft, besteht keine Verpflichtung zur Quarantäne als Kontaktperson.
Dies bedeutet, dass nur sehr wenige Personen (v.a. ungeimpfte Personen) verpflichtet sind, sich in Quarantäne zu begeben.

 

IIIa. Verkürzung der Absonderung (Freitestung)

Nach 7 Tagen kann die Quarantäne als enge Kontaktperson (sofern überhaupt erforderlich, s.o.) vorzeitig beendet werden. Hierzu soll möglichst ein Schnelltest (Antigen-Test) verwendet werden. Tests können über die Bürgerteststationen erfolgen.

Bitte prüfen Sie jedoch angesichts der knappen Ressourcen an Tests, ob für Sie eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne erforderlich ist.

Ein negativer Testbefund muss anschließend dem Gesundheitsamt nicht vorgelegt werden. Sie können die Quarantäne selbstständig verlassen. Sie müssen also idR keinen Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen.

Das Gesundheitsamt führt keine Freitestungen durch und veranlasst diese nicht. Dies muss durch Infizierte selbständig organisiert werden.

Besonderheiten bei Schüler:innen und Kindern in den Angeboten der Kindertagesbetreuung:
Eine Verkürzung der Absonderung kann bereits nach fünf Tagen durch einen negativen Antigen-schnelltest beendet werden.

Ein negativer Testbefund muss anschließend dem Gesundheitsamt nicht vorgelegt werden. Betroffene Personen können die Quarantäne selbstständig verlassen. Sie müssen also idR keinen Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen.

 

 

 

Allgemeine Information zur Isolierung und Quarantäne

> Wenn Quarantäne angeordnet wurde, muss ich meinen Arbeitgeber informieren?

Ja. Informieren Sie den Arbeitgeber unverzüglich, wenn die Quarantäneanordnung vom Gesundheitsamt mündlich ausgesprochen wurde. Die schriftliche Mitteilung kommt erst später. Die müssen Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen. Bei Freiberuflern und Selbständigen dient die Mitteilung als Nachweis für das Landesamt für Soziale Dienste zur Regelung von Erlösausfällen etc.
Ob Sie arbeiten müssen, wenn Sie in Quarantäne keinerlei Symptome haben (z. B. Homeoffice), besprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber.
ACHTUNG: Ab dem 1. Oktober fällt die Lohnfortzahlung für nicht geimpfte Arbeitnehmer, die in Quarantäne müssen, weg. Das gilt nicht für diejenigen, die sich nicht impfen lassen konnten.
Wenn Sie in der Quarantäne Krankheitszeichen entwickeln, nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf. Dann wird entschieden, ob Sie eine „Krankschreibung“ bekommen. In diesem Falle sind sie in jedem Fall von der Arbeit freigestellt  und bekommen Lohnfortzahlung.

> Bekomme ich als Arbeitnehmer einen „Negativ“-Test?

Nein.

> Hinweis zur Quarantäne und Entschädigung

Die Anordnung von Quarantäne ist ein erheblicher Eingriff in die Grundrechte. Aus diesem Grund ist in §56 Infektionsschutzgesetz geregelt, dass eine Entschädigung in Geld erhält, wer als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern einen Verdienstausfall erleidet, wobei Arbeitnehmern für die Dauer von sechs Wochen die Entschädigung vom Arbeitgeber auszuzahlen ist.
Eine Entschädigung erhält jedoch nicht, wer durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung oder anderen Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, oder durch Nichtantritt einer vermeidbaren Reise in ein bereits zum Zeitpunkt der Abreise eingestuftes Risikogebiet ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können.
Zuständig für Entschädigungen bei Arbeitsausfall wegen angeordneter Isolation ist das Landesamt für soziale Dienste (LASD).
Wichtig: Eine Entschädigung gibt es nur dann, wenn Sie nachweisen können, dass vom Gesundheitsamt die häusliche Isolation ausgesprochen wurde. Den Antrag auf Entschädigung stellt in der Regel Ihr Arbeitgeber oder Sie selbst, wenn Sie Selbständiger oder Freiberufler sind. Nähere Informationen finden Sie hier.

 

 

Anforderung von Quarantäne-Bescheiden

Wenn Sie einen Quarantäne-Bescheid benötigen, fordern Sie diesen bitte über das Formular zur Anforderung von Quarantäne-Bescheiden an.

 

Das Gesundheitsamt Lübeck erreichen Sie per E-Mail: corona@luebeck.de
oder telefonisch montags bis freitags von 8 bis 20:30 Uhr unter Tel. 0451/122-2676.

Weitere Rufnummern bei Hilfebedarf finden Sie hier.

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